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Nach dem geplatzten Gütetermin in Januar im Landgericht Frankfurt: Bernhard Enderes (Personal- und Organisationsamt), Christian Kirchberg (Rechtsanwalt), OB Gert Hager, Marco Röder (Anwalt) und Andrea Hermesmeier (Rechtsamt, von links). Foto: Lorch-Gerstenmaier
Nach dem geplatzten Gütetermin in Januar im Landgericht Frankfurt: Bernhard Enderes (Personal- und Organisationsamt), Christian Kirchberg (Rechtsanwalt), OB Gert Hager, Marco Röder (Anwalt) und Andrea Hermesmeier (Rechtsamt, von links). Foto: Lorch-Gerstenmaier
22.08.2012

Derivate-Misere: Banken-Prozess vorerst geplatzt

Pforzheim/Frankfurt. Bis zum Abschluss des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens in der Derivate-Misere will die 25. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt warten, ehe sie über die Schadenersatzklage der Stadt Pforzheim gegen die Großbank J.P. Morgan weiterverhandelt. Das hat die PZ am Dienstag erfahren.

Rechtsamtsleiterin Andrea Hermesmeier kann die Begründung nachvollziehen. Damit liegt der Ball in der Hälfte der Staatsanwaltschaft Mannheim. Ursprünglich war der Zivilprozess für den 3. September angesetzt gewesen.

Die Anklagebehörde prüft seit über zweieinhalb Jahren den Verdacht der Untreue, den sowohl Ex-Oberbürgermeisterin Christel Augenstein und Ex-Kämmerin Susanne Weishaar begangen haben könnten - als auch je zwei Banker der Deutschen Bank und J.P. Morgan. Die Argumentation der Stadt wie der beschuldigten Christel Augenstein und Susanne Weishaar ist die, dass man von den Banken über den Tisch gezogen worden sei. Die Produkte der Institute, mit denen angeblich die Zinsen der kommunalen Schulden optimiert werden sollen, seien so kompliziert gewesen, dass nur die Banker den Durchblick gehabt hätten. Die Stadt Pforzheim will von J.P. Morgan einen ordentlichen Brocken von den 57 Millionen Euro wieder haben. Das Landgericht hatte als Kompromiss ein Drittel vorgeschlagen. Die Verwaltung lehnte dies als zu wenig ab. Die Mehrheit des Gemeinderats stärkte OB Gert Hager den Rücken.

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