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Derivate-Debakel in Pforzheim

Die Pforzheimer Delegation um Gert Hager berät, ob sie die 7,7 Mio für akzeptabel halten.
Die Pforzheimer Delegation um Gert Hager berät, ob sie die 7,7 Mio für akzeptabel halten. © Klimanski
13.07.2016

Derivate-Prozess: Deutsche Bank soll 7,7 Millionen Euro an Pforzheim zahlen

Frankfurt/Pforzheim. Die Stadt Pforzheim und die Deutsche Bank haben sich im Derivate-Prozess etwas angenähert. Im Raum steht ein Vergleich in Höhe von rund 7,7 Millionen Euro, die die Stadt Pforzheim von der Bank bekommen würde. Das ergab der erste Verhandlungstag am Mittwoch im Frankfurter Landgericht.

Schnell wurde klar, dass zwischen beiden Parteien eine grundlegende Bereitschaft zum Vergleich da ist, doch die Vorstellungen lagen weit auseinander. So forderte die Stadt 50 Prozent plus x von 20 Millionen. Die Deutsche Bank bot als Gesprächsgrundlage 25 bis 30 Prozent von elf Millionen. Die elf Millionen resultieren aus dem Gesamtschaden für die Stadt Pforzheim in Höhe von 57 Millionen Euro abzüglich der 37 Millionen, die man von JP Morgan zurückbekommen hat. Außerdem minus neun Millionen, die Pforzheim bei der Deutschen Bank am Ende verdient hat.

Anders als die Vertreter der Stadt Pforzheim, hielt Richter Nils Kößler den Vorschlag der Bank für angemessen.

Am Ende des Prozesses schlug Kößler vor, dass die Bank zwei Drittel der elf Millionen, also 7,7 Millionen, an die Stadt Pforzheim zahlen soll. Beide Seiten wollen nun diesen Vergleichsvorschlag ihren Gremien unterbreiten. Im Falle der Stadt wird der Gemeinderat über diesen Vorschlag unterrichtet. Beide Seiten haben bis Mitte September Zeit, sich zu äußern – stimmen am Ende beide zu, wird dies am 12. Oktober verkündet.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag in der Pforzheimer Zeitung.

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