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12.07.2012

Derivate-Prozess: Kämmerer fällt als Zeuge aus

Pforzheim. Die (noch) für 3. September angesetzte mündliche Hauptverhandlung vor einer Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt, wo die Stadt im Derivatestreit gegen die Bank J.P. Morgan klagt, wird ohne einen ursprünglich ausgeguckten Zeugen auskommen: Der städtische Kämmerer Konrad Weber hat auf anwaltlichen Rat von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Das bestätigte die Stadt auf PZ-Anfrage.

Eine weiterer Zeuge sei am 3. September im Urlaub, so das Landgericht. Es kann sich nur um Ex-OB Christel Augenstein handeln. Denn sowohl zwei Banker von J.P. Morgan werden erscheinen, ebenso Ex-Kämmerin Susanne Weishaar. Die Position der Stadt ist klar: Man fühlt sich von den Banken - erst der Deutschen Bank, dann J.P. Morgan - über den Tisch gezogen und will einen Großteil der verlorenen 57 Millionen Euro wieder. Der Urteilsspruch wird nicht der letztesein: Die Stadt hat bereits angekündigt, dass sie notfalls bis vor den Bundesgerichtshof ziehen wird.

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