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13.09.2016

Derivate-Vergleich bedarf genauer Abwägung

Pforzheim. Der Finanzausschuss des Gemeinderats hat sich am Montagabend in nicht-öffentlicher Sitzung mit dem im Raum stehenden Vergleichsvorschlag des Landgerichts Frankfurt zum Derivate-Debakel befasst. Dieser sieht eine Zahlung der Deutschen Bank in Höhe von 7,7 Millionen Euro an die Stadt Pforzheim vor.

Das Bankhaus ist, wie berichtet, bereit, dies zu akzeptieren. Der Gemeinderat muss über die Haltung der Stadt noch entscheiden. Dies ist für kommenden Dienstag vorgesehen. In der Sitzung am Montag informierten die Stadtverwaltung und die Anwälte der Stadt von der Kanzlei Deubner&Kirchberg, Karlsruhe, die Kommunalpolitiker über die vielfältigen Aspekte der komplexen Materie. Klar ist: Wenn die Stadt den Vergleich akzeptiert, schreibt sie einen Verlust von rund zwölf Millionen Euro fest, nachdem sie sich mit der weiteren beteiligten Bank J.P. Morgan über 37 Millionen an den ursprünglich 56 Millionen Euro Verlust verglichen hatte. Andererseits wäre ein Rechtsstreit mit offenem Ende und jahrelanger Dauer die Folge. „Für beide Sichtweisen gibt es gute Argumente für unseren Gemeinderat. Jede Entscheidung verdient unseren Respekt“, so OB Gert Hager.

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