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Verantwortung für die SPD im Land will Leni Breymaier übernehmen. Volle Rückendeckung hat sie vom Kreisvorsitzenden Frederic Striegler. Foto: Ketterl
Verantwortung für die SPD im Land will Leni Breymaier übernehmen. Volle Rückendeckung hat sie vom Kreisvorsitzenden Frederic Striegler. Foto: Ketterl
27.07.2016

Designierte Vorsitzende der Landes-SPD gibt sich kämpferisch

Pforzheim-Eutingen/Enzkreis. Sie legt keinen Wert darauf, nett zu sein. Sie polarisiert. Sie tritt Anderen auf die Füße – auch den eigenen Leuten. Das alles sagt Leni Breymaier über sich selbst. Die Gewerkschafterin – die 56-Jährige ist Landesbezirksleiterin bei Verdi – wurde vom Landesvorstand der SPD einstimmig auserkoren, die Nachfolge des nicht mehr kandidierenden Nils Schmid anzutreten (die PZ berichtete). Damit auch die Basis diese Entscheidung beim Parteitag im Oktober mitträgt, tourt Breymaier derzeit durchs Land, stellt sich vor, wirbt für ihre Linie und diskutiert mit den Genossen – wie am Dienstag im Eutinger „Bären“ bei der kombinierten Mitgliederversammlung des Kreisverbands plus Delegiertenkonferenz.

Während die Stimmen von 42 Genossen aus dem Enzkreis und elf aus der Stadt Pforzheim ausgezählt werden, tritt die stellvertretende Landesvorsitzende ans Pult. Frederic Striegler, der Kreisvorsitzende, hat nach einer Gedenkminute für die Opfer von Amok und Terror in den vergangenen Tagen („Es raubt mir den Atem, wenn Menschen blind vor Hass andere aus dem Leben reißen“) von einem „hochverdienten“ Votum des Landesvorstands gesprochen. Die Bundestagsabgeordnete Katja Mast, der Striegler für ihre Arbeit als ehrenamtliche Generalsekretärin ausdrücklich dankt, warnt die politischen Gegner schon mal vor: Sie könnten sich „warm anziehen“, denn Breymaier rede Klartext. Ihr Griff nach dem Landesvorsitz sei „ein wichtiges Signal für die Partei“. Die Landes-SPD hat es auch bitter nötig nach der schlimmsten Wahl-Pleite aller Zeiten – keine 13 Prozent.

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