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Im Einklang mit der Natur: Victor Hahner aus dem zweiten Semester mit seinem Objekt „Im Austausch“, bei dem das Geben (Wasser) und Nehmen (Geborgenheit) im Vordergrund stehen. Fotos: Meyer
Im Einklang mit der Natur: Victor Hahner aus dem zweiten Semester mit seinem Objekt „Im Austausch“, bei dem das Geben (Wasser) und Nehmen (Geborgenheit) im Vordergrund stehen. Fotos: Meyer
10.07.2017

Designwoche bringt das Semester zum Abschluss

Für die einen ist es ein Spaziergang am Strand, für andere ein Tag ohne Handy – das Thema „Luxus!?“ beschäftigte die Studenten der Fakultät für Gestaltung über das gesamte Semester hinweg. Entstanden sind außergewöhnliche Arbeiten, die nun – anders als üblich – nicht nur bei einer Werkschau, sondern während der heute startenden Designwoche vorgestellt werden. Sechs Tage lang werden bei Ausstellungen, Vorträgen, Filmen und Modenschauen die Semesterprojekte und Abschlussarbeiten präsentiert. Mit diesem einmaligen Projekt möchten die Studenten einen Teil zum Goldstadtjubiläum beitragen und der Region ein Geschenk bereiten. „Es ist ein Kraftakt, der uns an die Kapazitätsgrenzen gebracht hat“, sagt Dekan Michael Throm.

Die Studenten arbeiteten sowohl semester-, studiengangs-, als auch fakultätsübergreifend an gemeinsamen Projekten. So entstand durch die Kooperation aus den Studiengängen Mode und Schmuck das Projekt „Singularity“ (dt.: Eigenartigkeit), eine sich ergänzende Mode- und Schmuckkollektion. Für die Designer Jonas Konrad und Sophie Bernauer ist Luxus Personalisierung – was sie zum Thema Handschrift und Typografie geführt hat. So entstanden Meisterstücke, die mit Buchstaben oder Fingerabdrücken verziert sind.

Unbequem anmutende Accessoires und Kleidung mit versteckten und stacheligen Kostbarkeiten wurden von Janina Au und Alicia Barabasch designt. Der Träger der ungewöhnlichen Schmuckstücke an Nacken, Achseln und Kniekehlen wird dabei ständig in seiner Bewegung eingeschränkt. Für Designerin Janina Au bedeutet Luxus auch, die Freiheit zu besitzen, sich selbst etwas Schlechtes zuzufügen.

Bei der transdisziplinären Zusammenarbeit der Studiengänge Wirtschaftspsychologie und Industrial Design, die durch das Lehrformat „Hotspot“ ermöglicht wurde, entstand ein anderes, außergewöhnliches Luxusgut: Leonard Staigle entwarf einen Kaffeeröster, mit dem Jeder zum Individualisten werden kann. „Die Entschleunigung des Alltags ist nach innen gekehrter Luxus, der zufriedener macht“, sagt Staigle.

Eine neue Ausgabe des Gestalter-Magazins „Punze“ gestalteten Karin Mahler, Isabell Henninger und Amalia Blum aus dem Studiengang Visuelle Kommunikation. Sie setzten sich mit dem Semesterthema auseinander und stellten die Frage, was Luxus im Jahre 2117 bedeuten wird – möglicherweise ein gedrucktes Magazin. „Der Luxus unserer Zeit ist es, die Zukunft mitzuentwickeln und zu bestimmen“, sagt Amalia Blum.