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Deutsches Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter werden immer häufiger gerufen. Foto: Erb/PZ-Archiv
Deutsches Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter werden immer häufiger gerufen. Foto: Erb/PZ-Archiv
05.09.2016

Deutlicher Anstieg bei Einsatzzahlen von Notärzten und Sanitätern

Die Versorgungsstrukturen der Rettungsdienste werden landesweit ausgebaut, zugleich verschlechtern sich jedoch die Werte bei den Hilfsfristen: Das ist die Situation, die das Innenministerium in einer Pressemitteilung beschreibt.

„Der Grund dafür sind die im Jahr 2015 erneut enorm gestiegenen Einsatzzahlen.“ Gegenüber 2014 ist die Zahl der Rettungswageneinsätze um 7,8 Prozent, bei den Notärzten um 10,8 Prozent gestiegen. Der Bereich Pforzheim/Enz weist allerdings deutlich stärkere Anstiege auf, wie der stellvertretende Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Roland Peyer, erklärt: Hier seien die Einsätze mit Rettungswagen um 20, jene der Notärzte gar um 30 Prozent angestiegen. 2016, dem ersten Jahr, in dem die neue Integrierte Leitstelle über die gesamte Zeit aktiv ist, scheine sich der Trend fortzusetzen.

Im Verhältnis zur Zunahme fällt die Verschlechterung bei den Hilfsfristen recht gering aus: Im Bereich Pforzheim/Enz wurde 2015 in 92,8 Prozent der Einsätze die 15-Minuten-Frist eingehalten. 2014 waren es 93,6 Prozent.

Dass die Hilfsfristen sich trotz der deutlich gestiegenen Anforderungen kaum verschlechtert haben, ist den zusätzlichen Bemühungen der Helfer von DRK und ASB geschuldet. „Wir versuchen an allem zu drehen, was uns einfällt“, sagt Peyer. Inzwischen sind etwa Rendez-vous-Punkte eingerichtet, die Rettungsteams anfahren, um ein möglichst engmaschiges Netz aufrechtzuerhalten, wenn die Kollegen gerade im Einsatz sind. „Es ist nicht so schön für die Kollegen, morgens um 4 Uhr in den Wald zu fahren, aber sie machen das“, sagt Peyer.