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Festliche Klänge in einem ebensolchen Rahmen: Zahlreiche Besucher feiern in der Bruder-Klaus-Begegnungsstätte auf dem Sonnenberg das 30-jährige Bestehen und die Verdienste der Deutsch-Russischen Gesellschaft. Läuter
Festliche Klänge in einem ebensolchen Rahmen: Zahlreiche Besucher feiern in der Bruder-Klaus-Begegnungsstätte auf dem Sonnenberg das 30-jährige Bestehen und die Verdienste der Deutsch-Russischen Gesellschaft. Läuter
15.10.2017

Deutsch-Russische Gesellschaft erntet bei Jubiläumsfeier viel Lob

Mit vielen Gästen, die teils aus der sibirischen Partnerstadt Irkutsk angereist waren, haben am Samstagabend Mitglieder der Deutsch-Russischen Gesellschaft (DRG) Pforzheim und Enzkreis deren 30-jähriges Bestehen in der Bruder-Klaus-Begegnungsstätte der Liebfrauengemeinde gefeiert.

Preiswürdiger Einsatz

Auf Deutsch und Russisch begrüßten Katharina Leicht, die Vorsitzende der Gesellschaft, und ihre Vertreterin Zhanna Belyaeva die rund 100 Gäste. Dabei nutzte Leicht die Gelegenheit, um darauf aufmerksam zu machen, dass die DRG dringend neue Mitglieder und Förderer suche. Zudem äußerte sie in Richtung Politik den Wunsch, den Visazwang zwischen den beiden Ländern zu beenden, um so die Beziehungen zwischen den Ländern und deren Menschen zu erleichtern.

Hans-Ulrich Rülke, der Fraktionsvorsitzende der FDP im baden-württembergischen Landtag, sagte in seinem Grußwort, er habe in seiner 22-jährigen politischen Tätigkeit die DRG als „gesellschaftliche Klammer“ wahrgenommen. Es sei ihm außerdem sehr daran gelegen, einen Beitrag dazu zu leisten, dass keine Parallelgesellschaften entstünden, sondern alle gut und friedlich zusammen leben könnten. Man müsse dialogfähig bleiben, die DRG helfe bei diesen Zielen ungemein.

Stadtrat Rolf Constantin (CDU), der an diesem Abend als offizieller Vertreter von Oberbürgermeister Peter Boch anwesend war, überreichte Leicht 1000 Euro, die die Stadt für eine der lebendigsten deutschen Städtepartnerschaften überhaupt im September in Hamburg von der Stiftung „Lebendige Stadt“ gewonnen hatte (die PZ berichtete).

Geschenke aus Sibirien

Der Vorsitzende der West-Ost-Gesellschaft Baden-Württemberg, Jörg Tauss, nannte Leicht „Katharina, die Große von Pforzheim“ und betonte, wie viel die Gesellschaft ihrem langjährigen Einsatz als Vorsitzende zu verdanken habe. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es wichtig sei, die Nachbarn im Osten besser zu verstehen, anstatt sie zu boykottieren.

Oksana Sobol, die Vorsitzende der Russisch-Deutschen Gesellschaft Irkutsk, hatte neben Grüßen des Oberbürgermeisters ihrer Heimatstadt auch Geschenke mitgebracht und überreichte Leicht eine traditionelle Holzschnitzerei sowie einen Bildband über die dortige Stadt und Region.

Bis in den späten Abend hinein feierten die Gäste und wurden dabei mit musikalischen Aufführungen, Balletteinlagen und Ausschnitten der „Marionettenbühne Mottenkäfig“ sowie durch eine Tombola unterhalten.