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Schauspielerin Gisela Storck bei der szenischen Lesung des Stücks „Oskar und die Dame in rosa“.  läuter
Schauspielerin Gisela Storck bei der szenischen Lesung des Stücks „Oskar und die Dame in rosa“. läuter
15.10.2015

Deutscher Hospiztag mit Theaterstück in der Thomasgemeinde

„Sie dürfen lachen und weinen“, ermunterte die Schauspielerin Gisela Storck am Mittwochabend das Publikum in der Thomasgemeinde, bevor sie mit ihrer szenischen Lesung des Stücks „Oskar und die Dame in rosa“ begann. Anlass, dieses wunderbar rührende aber auch witzige Stück über das Sterben eines an Leukämie erkrankten Zehnjährigen zu geben, war der deutsche Hospiztag.

Gemeinsam begehen die regionalen Hospizdienste diesen seit 15 Jahren immer am 14. Oktober. Unter Federführung des „Ambulanten Hospizdienst östlicher Enzkreis“ war er in diesem Jahr organisiert worden. Der Vorsitzende des Vereins, Johannes Bastian, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass dieser Tag dazu diene, die Arbeit der Begleiter in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. „Oskar und die Dame in rosa“ von dem französischen Schriftsteller Éric-Emmanuel Schmitt eigene sich ganz besonders dafür, weil es die traurigen und schweren Seiten eines Abschieds zeige und die Blickwinkel des Sterbenden, aber auch der Angehörigen verdeutliche. Es sei ein Stück, das das Publikum mit hinein nehme in die Arbeit des Hospizdienstes, so Bastian.

Unter den Gästen des Abends befanden sich unter anderen die CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Fördervereins des Hospiz Pforzheim, Marianne Engeser, Stadträte und der Obermeister der Löblichen Singergesellschaft 1501 Pforzheim, Claus Kuge. Er unterstützt die jährliche Aktion schon seit langem mit einem Strauß roter Rosen, die er gegen eine Spende zugunsten der Hospizarbeit abgibt.

Langanhaltenden Applaus erhielt Storck nach ihrem mitreißenden Auftritt, der nichts mehr bedurfte als einen Stuhl und ihren starken und breitgefächerten Ausdruck. Trotz der Schwere des Themas hatte sie es geschafft, zahlreiche Lacher zu ernten als auch betretenes Schweigen über den Saal zu legen.