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Sabine Jost. Foto: Ketterl
Sabine Jost. Foto: Ketterl
21.11.2016

Diakonie muss sich wandeln - Begegnungsstätte an der Maxi schließt

Pforzheim. Die Sparmaßnahmen zur Haushaltskonsolidierung der Stadt gehen auch an der Diakonie nicht spurlos vorbei. Das machte Geschäftsführerin Sabine Jost bei der Stadtsynode am Samstag deutlich. Mit 107.000 Euro weniger muss der Träger ab 2017 auskommen. „Mir schmerzt das Herz, wenn ich daran denke, dass unsere Arbeit an manchen Stellen nicht mehr stattfinden wird“, sagte Jost. Genau an den Menschen werde gespart, die mehr Unterstützung bräuchten: an Älteren (40.000 Euro), an Familien (27.000 Euro), an Langzeitarbeitslosen (20.000 Euro) und an Menschen mit Migrationshintergrund (20.000 Euro).

Die Konsequenz: „Wir werden Ende des Jahres die Begegnungsstätte an der Maxi schließen“, so Jost. Diese sei ohne den Zuschuss von 30.000 Euro nicht weiter zu halten. Um die weiteren 10.000 Euro in diesem Bereich einzusparen, müssten in der Begegnungsstätte am Ludwigsplatz die Angebote für ältere Menschen reduziert oder verändert werden. Gleiches gelte für den Erwerbslosentreff und das Lukaszentrum. In letzterem müssten zudem Deputate gestrichen werden. Dass auch die Migrationsberatung betroffen sein wird, sei besonders schmerzhaft. „Wir brauchen hier eigentlich zusätzliche Deputate“, so Jost. Woche für Woche suchten mehr Menschen dort Hilfe. Insgesamt gelte es, die Abteilungen so umzustrukturieren, dass sie arbeitsfähig blieben. „Wir schaffen es ohne betriebsbedingte Kündigungen, werden aber befristete Verträge nicht verlängern können.“

Jost hatte auch eine gute Nachricht im Gepäck: In Brötzingen könnte ein neuer Diakonie-Punkt entstehen. Möglich macht dies die gemeinnützige Baugenossenschaft Flüwo aus Stuttgart, die einen Quartierstreff einrichten möchte und den Sozialarbeitern der Diakonie Räume bereitstellen würde. Man stehe in „Vorverhandlungen“, so Jost. „Wir hoffen, den Diakonie-Punkt im kommenden Jahr einweihen zu können.“