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Gemeinsam mit vielen Gottesdienstbesuchern verabschiedeten sie Ira Weinmann (Zweite von rechts): Dekanin Christiane Quincke, Pastoralreferent Tobias Gfell und Pfarrerin Heike Reisner-Baral (von links). Foto: Meyer
Gemeinsam mit vielen Gottesdienstbesuchern verabschiedeten sie Ira Weinmann (Zweite von rechts): Dekanin Christiane Quincke, Pastoralreferent Tobias Gfell und Pfarrerin Heike Reisner-Baral (von links). Foto: Meyer
18.09.2016

Diakonin Ira Weinmann geht neue Wege

Pforzheim. Liebe, Lust und Leidenschaft: Mit diesem Motto des Gottesdienstes hat Pfarrerin Heike Reisner-Baral auch die Arbeit und die Persönlichkeit Ira Weinmanns beschrieben, die am Sonntag in der Schloßkirche verabschiedet wurde. Nach 13 Jahren als Diakonin wechselt Weinmann nun in die Krankenhausseelsorge ans Siloah St. Trudpert Klinikum.

„Du hast Dich einzigartig in die Schloßkirche eingebracht und für die Michaelsgemeinde und die ökumenische Citykirche viele Menschen erreicht“, sagte Reiser-Baral über Weinmann. In Anlehnung an das PZ-Format „Lasst uns über ... sprechen“, beschrieb sie die 52-Jährige gemeinsam mit Pastoralreferent Tobias Gfell von der ökumenischen Citykirche als akribische, routinierte und nervenstarke Allrounderin, die viele Aktionen und Veranstaltungen mit auf die Beine gestellt habe. Gfell nannte als Beispiele die Adventsausstellungen, den Valentinsgottesdienst oder den „Lichtklang“. „Du warst immer offen für ungewöhnliche und verrückte Ideen“, erinnerte Reisner-Baral an weniger gut besuchte Formate wie den Segnungs-Gottesdienst für Schwangere, aber auch große Erfolge wie das offene Musizieren. „Bei der Handtaschenbörse haben wir bergeweise Handtaschen bekommen und wurden beinahe überrannt“, sagte Reisner-Baral, die jedoch darauf verzichtete, Weinmann ein Exemplar zum Abschied zu schenken.

Vielmehr bekam die Mutter zweier Söhne neben vielen bunten Blumen persönliche Wünsche von Weggefährten ins Ohr geflüstert und durfte auf einem weißen Stuhl vor dem Altar der Musik Gustavo Battistessas lauschen. Dieser spielte für die begeisterte Tänzerin auf seinem Bandoneon Tango-Melodien.

In ihrer Predigt stellte die Pfarrerin die Psalm-Worte „Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum“ in den Mittelpunkt und ging dabei auch auf sich selbst ein. Auch sie habe ihr Körper geschubst und gedrängt, den Raum zu wechseln, und Ruhe und sich selbst zu suchen, sagte Reisner-Baral, die mehrere Wochen im Krankenstand war. Auch Ira Weinmann sei immer bereit gewesen, neue Wege zu gehen. Für ihre neue Tätigkeit in wünsche sie Weinmann, dass sie auch dort neue Räume schaffen und füllen könne.

Weinmann selbst zeigte sich gerührt vom persönlichen Abschied. „Ich habe noch nie so viel Lob bekommen“, sagte sie.