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Claudia Wiest
Claudia Wiest
26.11.2015

Dicke Luft im rappelvollen Linienbus

Pforzheim. Gedränge, schimpfende Fahrgäste und ein sichtlich genervter Busfahrer, der resigniert mit den Schultern zuckt: eine Szene, die allein in dieser Woche in der Buslinie 3 gleich zweimal zu erleben war. Und die mit etwas mehr Planung zu vermeiden wäre, wie Claudia Wiest, die Geschäftsführerin des Stadtverkehrs Pforzheim (SVP), auf PZ-Nachfrage erläutert.

Das Bild am Mittwochmorgen gleicht jenem vom Montag aufs Haar: Dutzende Kinder und deren Erzieher bevölkern den aus Dillweißenstein kommenden Bus. Mit der Folge, dass sich bereits die Fahrgäste, die um 8 Uhr an der Kallhardtbrücke zusteigen wollten, nur mit Not in den Dreier quetschen können. Richtig knapp wird es dann an der Oberen Rodstraße. Eine Frau mit Kinderwagen muss um jeden Zentimeter ringen, um doch noch irgendwie Platz zu finden.

Die Enge sorgt nicht nur für dicke Luft im rappelvollen Bus, sie erhöht auch die Sturz- und Verletzungsgefahr für die im Gang stehenden großen, vor allem aber für die kleinen Fahrgäste. Es sei wohl aus der Mode gekommen, dass Lehrer und Erzieher Ausflüge mit größeren Gruppen planten, sagt der Busfahrer: „Die gehen einfach los und entern mit 40 Kindern den Bus.“ Und der ist durch morgendliche Pendler ohnehin gut ausgelastet.

Von diesen aktuellen Problemen sei ihr bislang nichts zu Ohren gekommen, sagt SVP-Chefin Wiest. Die meisten Schulen und Kindergärten nutzten die Möglichkeit, solchen Engpässen vorzubeugen. Sie meldeten Gruppen in der Leitstelle telefonisch unter (0 72 31) 39 19 30 an. „Dann können wir auch beraten und mitteilen, ob schon eine andere größere Gruppe im Bus sein wird und außerhalb der Spitzenzeiten gegebenenfalls sogar Verstärkerfahrzeuge einsetzen“, erläutert Wiest. Die Anmeldung sei nicht verpflichtend, „aber pragmatisch und empfehlenswert“.

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