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Zufrieden mit dem Ergebnis: die Geschäftsführer Lothar Girrbach und Wilfried Wibusch mit dem Aufsichtsratvorsitzenden Wolfgang Daum (von links). Tilo Keller
Zufrieden mit dem Ergebnis: die Geschäftsführer Lothar Girrbach und Wilfried Wibusch mit dem Aufsichtsratvorsitzenden Wolfgang Daum (von links). Tilo Keller
31.07.2016

Die „Bau und Grund“ ist „kerngesund“

Bei der Gesellschafterversammlung der Pforzheimer Bau und Grund GmbH im CongressCentrum (CCP) hat Einigkeit geherrscht. Nicht nur bei den Entlastungen von Aufsichtsrat und Geschäftsführung wurde einstimmig votiert – was der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Daum in seiner 40-jährigen Zeit bei der Bau und Grund noch nicht erlebt hatte. Auch der Verwendung des Bilanzgewinns wurde einstimmig stattgegeben. Eine Dividende von zehn Prozent soll auf das dividendenberechtigte Kapital ausgeschüttet werden. Daum begrüßte die 92 Gesellschafter und 24 Gäste im CCP, darunter auch der stellvertretende Aufsichtsratvorsitzende Alexander Uhlig, dem er zu seiner Bürgermeisterwahl in Baden-Baden gratulierte.

„Laut unserer Satzung ist es unsere Aufgabe, für breite Bevölkerungsschichten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Blicken wir auf das vergangene Jahr, dann können wir mit Fug und Recht feststellen, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Geschäftsführer Wilfried Wibusch. 45 Wohnungen konnten im vergangenen Jahr an Mieter übergeben werden, 79 Wohnungen befinden sich in der Erstellungsphase. Außerdem sei dank Subventionierung durch die Stadt und das Land Baden-Württemberg eine Kindertagesstätte an der Redtenbacherstraße im Bau, die ab Dezember für 100 Kinder zur Verfügung stehen soll. In der Postwiesenstraße wird, wie berichtet ein Edeka entstehen.

Als Eckdaten des Jahresabschlusses nannte Wibusch die Bilanzsumme von 170,7 Millionen Euro, einen Jahresüberschuss von 1,36 Millionen Euro bei einem Eigenkapital von 65,9 Millionen Euro. Als Bilanzgewinn gab er 209 884 Euro an, der an die Gesellschafter ausgeschüttet werden soll. In seinem Bericht ging er auf die flüssigen Mittel ein, die um rund 2,8 Millionen Euro zugenommen haben. Dies führte er unter anderem auf den Erwerb mehrerer Mehrfamilienhäuser zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 zurück, 2015 refinanziert wurden.

„Finanzierung kein Problem“

Die Bankverbindlichkeiten sind auf rund sechs Millionen Euro gestiegen. „Die Finanzierung stellt zurzeit absolut kein Problem dar“, so Wibusch mit Blick auf die günstigen Konditionen. Als weitere auffällige Veränderung wies er auf die Pensionsrückstellungen hin. Die erforderliche Neubewertung habe zu einem außerordentlichen Aufwand in Höhe von rund 530 000 Euro geführt. Als einmalige Sonderbelastungen stellte er auch die hohen Abbruchkosten von über 500 000 Euro dar, die für nicht mehr sanierungsfähige Bauten entstanden sind, um Platz für Neues zu schaffen. „Wenn Sie sich den Jahresabschluss ansehen, werden Sie feststellen, dass wir wirtschaftlich kerngesund sind“, sagte Wibusch.

Geschäftsführer Lothar Girrbach stellte abgeschlossene und laufende Projekte in Bildern vor. „Wir verfügen zum Jahresende 2015 über einen Bestand von 3114 eigenen Wohnungen, 70 gewerblichen Einheiten und 1654 Garagen mit insgesamt 205 400 Quadratmetern Wohn- und 16 800 Quadratmetern Gewerbeflächen“, sagte Girrbach. 2015 haben sich rund 1300 Personen bei der Bau und Grund für eine Wohnung beworben, 312 konnten berücksichtigt werden. Neben den aktuellen Projekten bezeichnete er die Instandhaltungs und Modernisierung im älteren Wohnungsbestand als Kernthema der Unternehmenspolitik. Im vergangenen Jahr wurden 32 Wohnungen für rund 1,4 Millionen Euro modernisiert. Einschließlich der Instandhaltungen in Höhe von 5,1 Millionen Euro sind Aufträge in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro an regionale Firmen erteilt worden.