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Zeigen im EMMA ihre Gedankengänge: Larissa Braun, Rebekka Schäfer, Jessica Hering und Giulio Dupuy-Urisari (von links).
Zeigen im EMMA ihre Gedankengänge: Larissa Braun, Rebekka Schäfer, Jessica Hering und Giulio Dupuy-Urisari (von links).
30.10.2015

Die Enz könnte zur „Senzation“ werden

Pforzheim. Viereinhalb Tage lang haben 27 Studenten aus Pforzheim, Mailand, Paris und Bratislava über Konzepten fürs Enzufer gebrütet. Eine Ausstellung im EMMA-Kreativzentrum führt vor Augen: Die Ideen sprudelten nur so. Platz zum Spielen und Entspannen beinhalten die sehenswerten Entwürfe, spektakuläres Design und sogar eine Weltneuheit.

So unterschiedlich die Entwürfe sind, sie beinhalten alle großzügige Freitreppen, die im künftigen Kreativquartier zwischen EMMA und Fakultät für Gestaltung einen direkten Zugang zum Enzufer erschließt, wie Professorin Cosima Striepe erläutert. „Gedankengang“ haben Nachwuchsdesigner ihre Vision überschrieben. Sie vereint auf der Nordseite einen Skulpturenpfad, im Süden begrünte Treppen, eine Natur-Terrasse, ein kleines Amphitheater und einen Skaterpark, der bei Hochwasser überspült würde. „Das wäre der erste überflutbare Skatepark der Welt“, schwärmt Schieschke. Weiterer Clou: All diese Elemente würden durch ein Lichtband verbunden, in dem Biolumineszenz zum Einsatz kommt – Bakterien brächten den Pfad zum Leuchten.

Das Modell „Wave“ sieht wellenförmige Treppen vor. Ein weiterer Entwurf reagiert auf Vandalismus: Flaneure könnten sich mit spezieller Graffiti-Farbe austoben, die bei der nächsten Flut wieder weggewaschen würde. Eine Gruppe möchte ein Café errichten, das teils über den Fluss ragt – Solarsegel inklusive. Es würde den Namen „Senzation“ tragen. Der Freiraum unter der Fußgängerbrücke könnte die längste Zeit finster gewesen sein, sollten die Ideen einer weiteren Gruppe wahrwerden.

Die von Benedikt Adler konzipierte Schau „Re-Invent River“ ist bis Ende kommender Woche dienstags bis sonntags von 15 bis 19 Uhr im EMMA zu sehen.

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