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29.04.2009

Die Leo-Uhr tickt immer noch nicht richtig

PFORZHEIM. Erst hat es ewig gedauert, bis ein neuer Zeitmesser auf dem Leopoldplatz aufgestellt werden konnte, dann hat er gleich auf mehreren Zifferblättern unterschiedliche Zeiten angezeigt oder die Zeiger total im Ruhestand verharren lassen. Die am 19. Mai 2006 eingeweihte Leo-Uhr im Herzen der Stadt tickt nicht richtig. Das wird nach Auskunft der Stadtverwaltung noch zwei Wochen lang der Fall sein. Danach sollte sie wieder funktionieren.

Ein kleiner Trost: Immerhin zeigt die mit Bürgerspenden errichtete Leo-Uhr zweimal am Tag die exakte Uhrzeit - auch wenn es um Mitternacht wohl nur wenige interessiert, dass beide Zeiger auf der Zwölf ruhen. Die ausgefallene Leo-Uhr benötigt nach Angaben von Reinhard Bauriedl, Leiter des Sachgebiets Hausservice beim Gebäudemanagement der Stadt Pforzheim, mindestens noch 14 Tage Umbauzeit.

Neue Zeiteinstellung ohne teure Hubsteiger

„Wir wollen künftig vermeiden, dass wir bei jedem Ausfall der drei Nebenuhren einen kostenintensiven Einsatz mit zwei Hubsteigern haben. Wir werden die Nebenuhrenkabel so verlegen, dass die Uhr künftig vom Boden aus eingestellt werden kann. Weil dafür robustere Uhrwerke und einige Umbauteile benötigt werden und wir gegenwärtig dabei sind, den günstigsten Bieter ausfindig zu machen, dürfte es noch rund zwei Wochen dauern, bis die Uhr wieder funktioniert“, betont Bauriedl.

Der Umbau beinhalte auch, den kälteanfälligen Farb-Computer der Uhr so umzugestalten, dass er von der Fernwärme-Station profitiere und künftig auch im Winter zuverlässig effektvoll leuchte.

Lange Fehler-Geschichte

Eine neue Antenne, die kurz nach der Einweihung auf die Leo-Uhr aufgesetzt worden ist, sollte die unterschiedlichen Angaben der Uhr am Leopoldplatz beenden. Gleich nach ihrer feierlichen Enthüllung waren die drei Uhren nicht einheitlich gelaufen, da die Funkantenne, die ihre Signale von der Atomuhr in Hanau erhielt, offensichtlich gestört wurde. Damit die Pforzheimer in den Genuss von Sommer- und Winterzeit kommen, musste zudem ein Übersetzer eingebaut werden. Die Nachrüstaktion der insgesamt 44.000 Euro teuren Uhr hatte damals 1500 Euro gekostet.

Auch sonst hat man sich bei der Stadtverwaltung Sorgen um die Uhr machen müssen. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, dass nicht wieder jemand gegen die Uhr am Leopoldplatz fährt“, erklärte Jürgen Metzger vom Grünflächen- und Tiefbauamt der Stadt Pforzheim auf PZ-Anfrage. Zum Schutz wurden im Februar 2007 drei Pflanzkübel um den Mast gestellt. Die Pflanzkübel waren als Vorstufe für solide Poller gedacht.