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Lebkuchenherzen und Verpflegung für alle: Senioren feiern im Mess-Festzelt mit ihren Betreuern und der Organisatorin Hella Marquardt (Mitte).
Lebkuchenherzen und Verpflegung für alle: Senioren feiern im Mess-Festzelt mit ihren Betreuern und der Organisatorin Hella Marquardt (Mitte).
21.06.2017

Die Mess weckt Erinnerungen

Heiß her geht es an diesem Mittwochnachmittag im Festzelt Beinhorn auf der Mess – und das im doppelten Sinne. Die Sonne heizt diesen ganz besonderen Besuchern genauso ein wie Alleinunterhalter „Birdman“: Es wird geschunkelt, geschlemmt und gelacht. Wieder einmal hat die frühere Stadträtin Hella Marquardt gemeinsam mit Bernd Engelmann einen Ausflug für Pforzheimer organisiert, die alleine nicht zur Mess hätten kommen können. Dank der Mithilfe und Großzügigkeit der Schausteller sind sie nun mittendrin.

„Jeder Mensch braucht jemanden, der ihn schätzt“, weiß Marquardt, die die „herzliche Verbindung“ zu den Mess-Machern herausstellt. „Regen wir uns nicht über die Hitze auf“, ruft sie den Gästen zu. Rund 150 Senioren hatten die Einrichtungen Albert-Stehlin-Haus, Atrium sowie Maihälden angemeldet, etwa die Hälfte ist trotz der hohen Temperaturen gekommen, auch einige junge Menschen mit Behinderungen gesellen sich dazu. „Eingeladen ist eingeladen“, sagt Silvia Hunsperger-Schmerbauch vom Albert-Stehlin-Haus der Caritas, die von großer Vorfreude auf die Veranstaltung berichtet: „Wir legen Wert darauf, dass unsere Bewohner den Alltag leben können, und da gehört für Pforzheimer ein Mess-Besuch dazu.“ Schöne Erinnerungen werden wach. Dass die Schausteller Speis, Trank und Fahrten spendieren und sogar Rollstuhlfahrern die Trip im Riesenrad ermöglichen, findet die Betreuerin „superklasse, fantastisch, wunderbar“. „Wir nehmen uns frei und machen das alle sehr gerne“, sagt Viola Wynohradnyk (Mandelbrennerei) aus Alzey. Was Betreuer alleine nicht stemmen könnten, sei hier „durchorganisiert“, berichtet die Schaustellerin: „Sie brauchen nur noch zu genießen.“ Die Menschen seien dankbar, überwältigt, und hätten „einen Riesenspaß“.

Marquardt auch den Einsatz des scheidenden Oberbürgermeisters Gert Hager, der jede der inzwischen zwölf Aktionen „ganz toll“ unterstützt habe. „Das waren schöne Jahre“, so Marquardt: „Wie es weitergeht, weiß ich auch noch nicht.“