Die PZ darf aus dem NSU-Prozess berichten
Die PZ darf aus dem NSU-Prozess berichten. 

Die PZ darf aus dem NSU-Prozess berichten

München/Pforzheim. Nur acht inländische Printmedien dürfen mit einem ständigen Sitzplatz vom NSU-Prozess berichten. Die „Pforzheimer Zeitung“ ist dabei und wird live berichten. Andere Zeitungen, die einen ständigen Sitzplatz ergattert haben sind BILD, Allgäuer Zeitung, Passauer Neue Presse, Sächsische Zeitung, Oberhessische Presse Marburg, Stuttgarter Zeitung, Lübecker Nachrichten.

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NSU-Prozess - türkische Presse unerwünscht?

Auf die acht Plätze hatte es 71 Bewerber gegeben. Aus dem deutschen Fernsehen und Rundfunk dürfen unter anderem berichten: ARD, WDR, Ebru TV, Kabel1, Deutschlandfunk, BR, SWR, Top FM, Charivari und Radio Lotte Weimar.

Das OLG hatte das Akkreditierungsverfahren komplett neu gestartet, nachdem das Bundesverfassungsgericht mindestens drei feste Plätze für türkische Medien verlangt hatte. Zunächst waren die Reservierungen nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben worden. Die türkische Zeitung «Sabah» hatte deswegen Verfassungsbeschwerde erhoben.

In den Lostöpfen befanden sich diesmal 324 Medien. OLG-Präsident Karl Huber bezeichnete das Losverfahren als angemessen und gerecht. Zugleich kritisierte er scharf die «Angriffe», denen das Gericht in den vergangenen Wochen ausgesetzt gewesen sei.

Die Auslosung war von einem Notar unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorgenommen worden. Der frühere SPD-Spitzenpolitiker Hans-Jochen Vogel war als Zeuge benannt worden. Erlaubt ist diesmal auch eine Weitergabe einer Reservierung an andere Journalisten. Diesmal hatte das Gericht die 50 festen Plätze in drei verschiedene Kontingente aufgeteilt: für Nachrichtenagenturen (5 Plätze), ausländische Medien (10 Plätze) und inländische Medien (35 Plätze). Für türkische Medien waren vier Plätze reserviert. Zum Zug kamen unter anderem die beiden Zeitungen «Sabah» und «Hürriyet».