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OB-Wahl in Pforzheim

PZ-Redakteur Olaf Lorch-Gerstenmaier fragt und notiert – Peter Boch antwortet.
PZ-Redakteur Olaf Lorch-Gerstenmaier fragt und notiert – Peter Boch antwortet. © Seibel
30.01.2017

Die PZ zu Besuch bei OB-Kandidat Peter Boch in Epfendorf

Pforzheim/Epfendorf. Der Grundstein der Kirche trägt die Inschrift „Trag, entsag und wag.“ Es ist der Wahlspruch des Kirchenpatrons Remigius. Er gab der Kirche – sie liegt rund 400 Meter entfernt vom Rathaus in Epfendorf – den Namen. Rund 3500 Einwohner, vier Teilorte, Kreis Rottweil, Tal-Lage. Bürgermeister seit sechs Jahren und Mitglied des Kreistags Rottweil: Peter Boch (36), ehemaliger Polizist, unter anderem Personenschützer zweier Ministerpräsidenten, CDU-Mitglied, verheiratet, drei Kinder, die jüngste Tochter – Josefine – kam an Dreikönig zur Welt. Boch will Epfendorf entsagen, Neues wagen – in Pforzheim. Als Oberbürgermeister.

Die CDU-Findungskommission hatte ihn Ende vergangenen Jahres ins Auge gefasst, darunter Stefan Mappus, der ehemalige Ministerpräsident, der Mann, für den sich Boch hätte in die Schussbahn werfen müssen.

„Boch ist ein Vollprofi“, sagt Wilfried Diechle. Der ehemalige Vorständler des FC Epfendorf steht am Rande des größten Parkplatzes an der Durchgangsstraße, vor sich die Bushaltestelle, hinter sich die Volksbank. Am Morgen hat er seiner Heimatzeitung entnommen, was Boch seinen Mitarbeitern und den Mitgliedern des Gemeinderats am vergangenen Freitagabend offenbarte. „Es hat Tränen gegeben“, sagt der junge OB-Kandidat und Herausforderer von Gert Hager, „ich pflege einen offenen und kommunikativen Arbeitsstil auf Augenhöhe. Ich wollte nicht, dass es die Leute aus der Zeitung erfahren.“ Oder – wie die Mitarbeiterin in der örtlichen Bäckerei – noch am gleichen Abend auf Facebook. „Man trifft ihn oft“, sagt sie, „er ist beliebt.“ „Engagiert ist er, und helfen tut er“, sagt Uwe Blankenhorn. Im Ortsteil Trichtingen, besonders schwer betroffen, als sich bei einem Unwetter im August 2013 der Hagel mit voller Wucht aus den Wolken entlud, sei das entschiedene Auftreten des Bürgermeisters noch gut in Erinnerung. „Wir würden einen Guten verlieren“, sagt Blankenhorn, „den würden wir gerne behalten.“ Die PZ hätte auch den Pfarrer von St. Remigius gefragt – Boch bekennt sich ausdrücklich zum römisch-katholischen Glauben –, doch das Pfarrbüro ist montags geschlossen.

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