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Sarah Spohn erläutert die Ergebnisse der Umfrage. Foto: Gredel
Sarah Spohn erläutert die Ergebnisse der Umfrage. Foto: Gredel
30.11.2015

Die Sichtweise der KF-Anwohner

Sei es aufgrund der zentralen Lage, der guten Infrastruktur und den günstigen Wohnungen, aufgrund eines nahegelegenen Arbeitsplatzes oder der Familie: Die Kaiser-Friedrich-Straße (KF) bietet Wohnraum für zahlreiche Pforzheimer. Bei einer Bewohner-Umfrage, die zwischen Mitte August und Mitte September von Mitarbeitern der Diakonie und der Quartiersarbeit KF durchgeführt worden war, wurden Bewohner zur Situation des Quartiers befragt. Das Ziel hierbei war es, herauszufinden, wie vor allem ältere Menschen über ihr Wohnumfeld denken und was sie benötigen, um sich wohlzufühlen.

Bei der Bewohnerversammlung am Samstag wurden im Diakonie-Punkt KF die Ergebnisse der einmonatigen Umfrage präsentiert. „Unser Anliegen ist es, aktiv den Stadtteil gemeinsam zu verbessern“, erklärte Sarah Spohn, Mitwirkende bei der Quartiersarbeit für ältere Menschen und dem Projekt „Aktivierende Befragung“. Hierfür seien verschiedene Teams zusammengestellt und geschult worden.

Insgesamt wurden 2000 Haushalte des Quartiers Weststadt anhand von Fragebögen befragt. „Für die meisten Menschen ist das wirklich Heimat hier“, so Sarah Spohn. „Die Umfrage ergab, dass ein Großteil hier seit über 30 Jahren lebt und auch nicht weg möchte. Für ältere Menschen sind vor allem die sozialen Kontakte, gute Verkehrsanbindungen, medizinische Versorgung und ein friedlicher Umgang miteinander wichtig.“ Unter den Anwesenden gab es positive Rückmeldungen zu den Umgestaltungen der Straße, das Verhältnis zu Nachbarn sowie zu Einrichtungen wie der Diakoniepunkt. Kritik machte sich vor allem beim Thema Verkehr und Lärmschutz bemerkbar. Viele der Bewohner fühlen sich nicht nur tagsüber, sondern auch bei Nacht durch den lauten Verkehr gestört. Die KF sei eine Lärmstraße, es führe zu viel Lkw-Verkehr durch sie hindurch und man wolle die 30er-Zone zurück, waren die Aussagen der Bewohner.

Bei Kaffee und Kuchen wurde die Diskussionsrunde in Kleingruppen mit den verschiedenen Themen und Kritikpunkten weitergeführt. Vor allem das Anliegen der Bewohner, mit mehr Informationen von der Stadtverwaltung über die Verbesserungsvorgänge der Straße informiert zu werden, trat dabei deutlich hervor. „Wir werden die Bewohner mit Aushängeblättern und in Zukunft auch mit einem monatlichen Programmheft versorgen“, sagte Sabine Ewert, Leiterin des Diakonie-Punkt KF 89.

„Das hat alles viel mit der Lebensqualität zu tun“, ergänzte Sarah Spohn. „Und wenn man auf die schönen Dinge hier achtet, dann sieht man sie auch.“