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Bei unzähligen Veranstaltungen ist der Gesangverein Kostantia aufgetreten, wie hier bei den weihnachtlichen Weisen. Fotos: Constantin
Bei unzähligen Veranstaltungen ist der Gesangverein Kostantia aufgetreten, wie hier bei den weihnachtlichen Weisen. Fotos: Constantin
Beim Singen in der Schloßkirche im Jahr 2014.
Beim Singen in der Schloßkirche im Jahr 2014.
Das Vorstands-Tandem Gerlinde Dußling (links) und Edda Britsch.
Das Vorstands-Tandem Gerlinde Dußling (links) und Edda Britsch.
Seit 2013 ist Dietmar Jansen der Chorleiter.
Seit 2013 ist Dietmar Jansen der Chorleiter.
16.05.2019

Die Stimme der Gesellschaft: Gesangverein Konstantia blickt auf 100 spannende Jahre zurück

Pforzheim. Konstantia wird 100. Der Gesangverein begeht sein Jubiläum am Samstag, 18. Mai, in den Räumen des Musikvereins Eutingen mit einem Festakt. Die lebendige Gemeinschaft, die die Stadt kulturell bereichert hat, hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich.

Junge Männer kamen zum Zeitpunkt der Gründung gerade zurück aus dem Ersten Weltkrieg. Es herrschte Armut und Arbeitslosigkeit. Der Gesellenverein, der sich später den Namen Kolpingfamilie zulegte, hatte großen Zulauf an jungen Handwerkern und Kaufleuten. Das Gesellenhaus an der Gymnasiumstraße war um die Mittagszeit während dieser Zeit immer voll belegt, da hier „barmherzige Schwestern“ den Arbeitslosen täglich ein warmes Essen boten. In diesem Haus erfolgte die Gründung des Vereins.

Lange diskutierten die Gründungsmitglieder über den Namen, da es zuvor bereits einen Gesangverein Konkordia gab. Zunächst wollte man den alten Namen wieder aufleben lassen. Einer, der von Anfang an dabei war, Andreas Jost, und der damalige Männerseelsorger Kaplan Bernhard Dorer, St. Franziskus, wollten aber einen neuen Vereinsnamen. So kam der Name KMGV „Katholischer Männergesangverein Konstantia Pforzheim“ ins Spiel, für den sich die Teilnehmerrunde letztlich entschied. Dieser Vereinsname gefiel auch gleich den 30 Aufnahmewilligen, und sie sprachen sich auch für Kaplan Dorer als ersten Chorleiter aus. Als Vize wirkte Jost, der die Chorleitung 1920 übernahm, da Kaplan Dorer nach Mannheim versetzt wurde.

Im selben Jahr wechselten die Chorproben vom Kolpinghaus in den Bernhardushof an der Durlacher Straße, da der Proberaum im Gesellenhaus für den rasch wachsenden Chor nicht mehr ausreichte. Ehefrauen der Chormitglieder und deren Freundinnen nähten die erste Vereinsfahne und bestickten sie. Der Name „Konstantia“ steht für Festigkeit, Einigkeit und Beständigkeit – Tugenden, die den Gesangverein über die Jahrzehnte begleiteten.

Mehr lesen Sie am Freitag, 17. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.