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Mohammed Darwesch und seine Kinder Sanaa, Abdalhamid und Hassan (von links) in der Flüchtlingsunterkunft an der Kelterstraße. Foto: Ketterl
Mohammed Darwesch und seine Kinder Sanaa, Abdalhamid und Hassan (von links) in der Flüchtlingsunterkunft an der Kelterstraße. Foto: Ketterl
Nur übers Fest macht Herbert B. Pause. Ab Montag packt er wieder mit an im Apfelkeller des Wichernhauses. Foto: Erb
Nur übers Fest macht Herbert B. Pause. Ab Montag packt er wieder mit an im Apfelkeller des Wichernhauses. Foto: Erb
Weihnachten im Kreis der Familie: Nico Fränkle freut sich auf das Fest mit Mutter Conchita und Schwester Josie. Foto: Seibel
Weihnachten im Kreis der Familie: Nico Fränkle freut sich auf das Fest mit Mutter Conchita und Schwester Josie. Foto: Seibel
23.12.2015

Die Weihnachtswünsche der anderen, die nicht auf der Sonnenseite stehen

Pforzheim/Enzkreis. Was ersehnen sich Menschen, die nicht auf der Sonnenseite stehen, zu Weihnachten? Die PZ hat nachgefragt. Ein schwerkranker Junge, Flüchtlingskinder und ein Wohnsitzloser erzählen.

Es ist schon fünf Jahre her, dass sie das letzte Mal an Heiligabend in der Kirche waren. Gerne würde Familie Fränkle an Weihnachten einmal wieder einen Gottesdienst besuchen. Aber das geht nicht. 125 Kilogramm wiegt der elektrische Rollstuhl von Nico Fränkle. Viel zu viel, um das Gefährt die Treppenstufen hinauf in das vollbesetzte Gotteshaus zu hieven. „Und in seinem kleinen Rollstuhl kann Nico nicht so lange sitzen“, sagt seine Mutter Conchita Fränkle. Der 18-Jährige leidet an Muskeldystrophie Duchenne, einer muskulären Erbkrankheit, auch Muskelschwund genannt. Spielte Nico als Kind noch Fußball, sind heute viele Dinge unmöglich: selbst Geschenke einkaufen zum Beispiel. Oder diese an Heiligabend auszupacken. Auch ein Glas oder eine Gabel zu halten, geht nicht mehr. Wenn seine Mutter an Weihnachten Ente auftischt, müssen sie oder Schwester Josie ihm das Essen reichen.

Ein Fahrrad“, sagt Afnan Alsadoon, „das wäre sehr schön.“ Fünfeinhalb Jahre ist die kleine Yezidin aus dem Nordirak alt – doch jenseits aller materiellen Wünsche ist das wohl schönste Geschenk für sie und ihre Brüder Thikan (6) und Aryan (4), dass die Familie wieder zusammen ist. Auf der Flucht vor dem so genannten „Islamischen Staat“ (IS), zunächst über die Türkei, dann übers Meer und schließlich über die „Balkanroute“, wurden die Mutter Alhan Salow und der Vater Asem Alsadoon getrennt.

Mehr über die Weihnachtswünsche lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

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