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Minimal-invasiver Eingriff: Dr. Thomas Kowalski und sein Team setzen einen Stent. Nach der OP fließt das Blut durch den Stent. Dadurch lastet kein Druck mehr auf der Gefäßwand.  meyer
Minimal-invasiver Eingriff: Dr. Thomas Kowalski und sein Team setzen einen Stent. Nach der OP fließt das Blut durch den Stent. Dadurch lastet kein Druck mehr auf der Gefäßwand. meyer
20.06.2019

Die tödliche Gefahr im Bauch - Siloah möchte die Pforzheimer für das Thema sensibilisieren

Pforzheim. Der Zufall war es, der auch Franz Szeili vor zehn Jahren auf die Spur brachte. Als ihn sein Kardiologe wegen ganz anderer Beschwerden untersuchte, stellte dieser beim Ultraschall eine ballonartige Erweiterung der Bauchschlagader fest. Das Aortenaneurysma hatte damals zwar erst einen Durchmesser von dreieinhalb Zentimetern.

Erst wuchs es langsam, bis es im vergangenen Jahr dann sehr schnell ging. 5,6 Zentimeter war das Aneurysma plötzlich groß – und damit, höchste Zeit zu handeln.

Denn die kritische Grenze liegt laut Dr. Thomas Kowalski bei einem Durchmesser von fünf Zentimetern. Ab dieser Größe hat der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Siloah St. Trudpert Klinikum eine einfache Formel dafür, in welchem Zeitraum eine Operation über die Bühne gehen muss: Bei fünf Zentimetern drei Monate, bei sechs Zentimetern drei Wochen und bei sieben Zentimetern drei Tage. Denn je größer ein Aneurysma ist, umso größer ist auch das Risiko, dass es reißt – und dann wird es lebensgefährlich. Denn der Patient verblutet innerlich.

Die Klinik für Gefäßchirurgie am Siloah St. Trudpert Klinikum will auch in diesem Jahr wieder für dieses Thema sensibilisieren und mit der Aktion „Screening-Sommer 2019“ die Hauptrisikogruppe – Männer ab 65 Jahren – dazu aufrufen, die Vorsorge-Untersuchung in Anspruch zu nehmen.

Mehr lesen Sie am 21. Juni in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.