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Oberbürgermeister Peter Boch und Kulturdezernentin Sibylle Schüssler (Mitte) testen im Beisein der Künstlerin Iris Henkenhaf-Stark das Trinkwasser aus Pforzheims neuestem Brunnen in der Innenstadt.  Foto: Meyer 

Diese gläserne Perle erfrischt die City: In der Pforzheimer Fußgängerzone gibt es jetzt einen Trinkbrunnen

Pforzheim. Ein bisschen erinnert die Eröffnungszeremonie an einen Ausflug in die Berge. Johannes Hustedt vom Musiker-Duo „Querhorn“ lässt mit seiner Flöte die Vögel zwitschern, Chai Min Werner am Alphorn ein Gebirgsmassiv auferstehen. Und dazwischen, etwa einen Meter hoch, mimt der gläserne Trinkbrunnen „Aquaria – die Glasperle“ in Grün, Gold und Edelstahl den kühlen Bachlauf – an dem sich am Freitagmittag bei mehr als 30 Grad nicht nur OB Peter Boch und seine Bürgermeisterkollegin Sibylle Schüssler laben.

Enthüllung Aquaria - Die Glasperle 32
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Enthüllung der "Aquaria" - Diese Glasperle sorgt für Erfrischung in der Pforzheimer City

Denn Pforzheims erster City-Trinkbrunnen, der vom Gesundheitsamt auf Herz und Nieren geprüft wurde, erfrischt nach einigen Monaten Verspätung nun endlich alle Durstigen in der Fußgängerzone. Ganz umsonst, ganz ohne Plastik. „Um eine Perle reicher“, so Boch bei seiner Begrüßungsrede, sei die Stadt mit Iris Henkenhaf-Starks Skulptur geworden, die sich an der Stelle in die Fußgängerzone einfügt, an der früher die drei Grazien den Passanten ihre Aufwartung machten. Möglich gemacht haben das 80.000-Euro-Projekt zahlreiche Sponsoren, allen voran die Lions Clubs Remchingen-Pfinztal sowie Johannes Reuchlin, von denen die Ursprungsidee zu einem Trinkwasserspender stammte.

Werden Sie das Wasser vom Trinkbrunnen in der Pforzheimer City kosten?

Das Kulturamt griff das Ganze auf, verband es mit einer Skulptur und startete erstmals einen Wettbewerb, zu dem regionale Künstler eingeladen wurden. Als Siegerin ging daraus die Ispringer Glaskünstlerin Henkenhaf-Stark hervor, die nicht nur mit ihrem Parsol-Glas-Entwurf, sondern auch ihrer technischen Expertise überzeugte. Denn die Designerin hat als Maschinenbauerin das Wissen, das es braucht, um Ästhetik und deutsche Bürokratie in puncto Trinkwasserhygiene zu verbinden.

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Das Grün des Parsol-Glasses und das oxidierte Feinsilber greifen die Natur und den Kreislauf des Lebens auf – in dem das Wasser eine wichtige Rolle spielt. Foto: Meyer

Mehr lesen Sie am Samstag, 1. August, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Jeanne Lutz

Jeanne Lutz

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