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Obermeister Timo Gerstel ehrt Oberstudiendirektor Ulrich Jäger und Klaus Kienzle (von links) für ihre langjährigen Verdienste in der Kfz-Innung. Foto: Tilo Keller
Obermeister Timo Gerstel ehrt Oberstudiendirektor Ulrich Jäger und Klaus Kienzle (von links) für ihre langjährigen Verdienste in der Kfz-Innung. Foto: Tilo Keller
14.03.2018

Diesel-Krise: Kfz-Innung wünscht sich Handlungsleitfaden von der Politik

Pforzheim. „Die Diesel-Thematik hat uns auch 2017 voll und ganz beschäftigt und zwar herstellerübergreifend“, sagte Timo Gerstel, Obermeister der Innung des Kfz-Gewerbes Pforzheim-Enzkreis bei der Jahreshauptversammlung im sehr gut besuchten PZ-Forum. „Die meisten Gespräche haben wir mit verunsicherten Besitzern von Diesel-Fahrzeugen führen müssen. Und da waren wir in der unbefriedigten Situation, dass wir als eigentlich lösungsorientierte Handwerker keine echten Empfehlungen geben konnten und bis heute nicht können.“

Der Obermeister erwarte daher von der Politik endlich eine einheitliche Regulierung und einen echten Handlungsleitfaden für alle Besitzer von Diesel-Fahrzeugen. Es könne nicht sein, dass Autofahrer bei Fahrten durch die Republik vor Ort von lokalen und weitgehend unplanbaren Fahrverboten überrascht werden.

„Als Autohäuser stehen wir an vorderster Front, das Vertrauen von Autobesitzern und unseren Kunden zu erhalten. Einer Verantwortung, der wir uns von Anfang an in der Diesel-Problematik stellen“, sagte Gerstel. „Wir fordern daher die Autohersteller auf, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein.

Dazu gehören auch so ungeliebte Maßnahmen wie beispielsweise die hardware-seitige Nachrüstung, um die einmal gegebenen Versprechen auch einzuhalten.“ Eine einheitliche Regulierung habe man ebenfalls bei der Einführung der verbindlichen Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung vermisst, die eigentlich zu Jahresbeginn in Kraft treten sollte. Erst am 23. Dezember sei die Regelung kurzfristig um ein halbes Jahr verschoben worden.

Zuvor habe es regelrecht panikartige Zustände über die gesetzeskonforme Durchführung der Abgasuntersuchung gegeben. „Hätte es keinen Aufschub gegeben, hätte so mancher Betrieb die AU-Dienstleistung und die damit verbundenen Hauptuntersuchung nicht mehr im eigenen Hause anbieten können“, merkte Gerstel an. „Wenn reguliert werden soll, dann braucht es auch klare gesetzliche Vorgaben.“

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