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Pioniere des neuen Ausbildungsgangs: Schüler Marc-David Linkner und Lehrer Nino Tomasetti haben die volle Rückendeckung von Günter Brecht und Tanja Traub (IHK) sowie dem Abteilungsleiter für Wirtschaft und und Verwaltung an der Ludwig-Erhard-Schule, Günther Kyburz, und Rektor Claus Freund (von links). Foto: Meyer
Pioniere des neuen Ausbildungsgangs: Schüler Marc-David Linkner und Lehrer Nino Tomasetti haben die volle Rückendeckung von Günter Brecht und Tanja Traub (IHK) sowie dem Abteilungsleiter für Wirtschaft und und Verwaltung an der Ludwig-Erhard-Schule, Günther Kyburz, und Rektor Claus Freund (von links). Foto: Meyer
07.02.2019

Digitaler Tausendsassa: Neuer Ausbildungsgang an der Ludwig-Erhard-Schule

Pforzheim. Nur wenige Monate alt, aber schon jetzt vielversprechend: Seit diesem Schuljahr gibt es an der Ludwig-Erhard-Schule den Ausbildungsgang zum Kaufmann für E-Commerce. Der fächerübergreifend angelegte Beruf verbindet Wirtschaft und Technik.

Die Umsätze im Online-Handel wachsen – und zwar rasant. Während der deutsche Handelsverband für den stationären Handel 2019 lediglich von einem Umsatzwachswachstum von 1,2 Prozent ausgeht, liegen die Prognosen für den Bereich E-Commerce mit neun Prozent mehr als vier Mal so hoch.

Wachstumstreiber Online-Handel: Längst hat die Digitalisierung Einzug in die Wirtschaft gehalten. Doch noch gehen nicht alle Unternehmer mit. Vor allem die Mittelständler, aber auch das Industriegewerbe oder Finanzunternehmen hätten hier noch Nachholbedarf, ist Nino Tomasetti überzeugt. Der Lehrer für Betriebs- und Volkswirtschaftslehre unterrichtet seit diesem Schuljahr den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce an der Ludwig-Erhard-Schule (LES). Ein Ausbildungsberuf, der genau bei diesem Bedarf ansetzt.

Denn um den Anschluss nicht zu verlieren und wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse laut Tomatsetti ein Umdenken bei den Unternehmen stattfinden. Dabei soll der neue Bildungsgang helfen. „Überall gibt es Schnittstellen, an denen Fachkräfte gebraucht werden, die sich mit Internetvertrieb auskennen“, so Tomasetti. Und zwar in all seinen Facetten. Das beginne bei den rechtlichen Rahmenbedingungen, gehe über den technischen Aufbau eines Webshops und ende beim Marketing. Als eierlegende Wollmilchsau im besten Sinne tritt mit dem Kaufmann für E-Commerce nun ein neuer Beruf auf den Plan, der das dafür nötige Fachwissen in mehreren Disziplinen mitbringt und so all die Aufgaben übernehmen kann, die bisher in der Regel an Fachfirmen ausgelagert werden.

Die Geburtsstunde eines Berufs, der schon längst überfällig war, so Tanja Traub, Leiterin des Geschäftsfeldes Berufsbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald.

Mehr Infos auf www.nordschwarzwald.ihk24.de oder www.les-pforzheim.de

Mehr über den neuen Ausbildungsgang lesen Sie am Freitag, 8. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.