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Ton ab vor der „Villa Viola“ im Rod mit CDU-Kandidat Philipp Dörlinger.  Foto: Meyer 

Dörflinger lässt mit Viola aufhorchen: CDU-Kandidat verleiht mit Podcast spannenden Menschen eine Stimme

Pforzheim. „Ich möchte Schönheit in die Welt bringen“, sagt Viola. „Eigentlich kann man alles erreichen, wenn man es will.“ Und: Ärmelhochkrempeln ist meine Spezialität.“ Gut tun diese Botschaften in einer Zeit, die von Sorgen geprägt ist. Der CDU-Landtagskandidat Philipp Dörflinger, fängt sie mit dem Mikro ein bei einem Besuch gegenüber der Auferstehungskirche im Rod in der märchenhaft schönen Villa, in die die für farbenfrohe Frauenfiguren bekannte Künstlerin das denkmalgeschützte Pfarrhaus verwandelt hat.

Der 24-jährige Unternehmer und Kommunikationsstratege Dörflinger nennt diese Reihe selbstbewusst „das innovativste Format, das es in diesem Landtagswahlkampf gibt“. Tatsächlich sind Podcasts en vogue, bei unterschiedlichsten Zielgruppen. „Menschen, die nahbar und greifbar sind“, verleiht Dörflinger eine Stimme. Die Audiomitschnitte sind über seine Internetseite und auf Podcast-Plattformen wie Spotify und Google zu hören. Und die Resonanz sei enorm. „Man merkt, dass das Spaß macht – auch uns“, sagt Dörflinger. Ziel sei, Probleme anzusprechen, Lösungen auszuloten, aber auch Mut zu machen.

Die bisherige Sammlung der je knapp 20 Minuten langen Beiträge ist alles andere als ein Kummerkasten. Und das, obwohl Dörflinger dort hingeht, wo’s wehtut. Als Vertreter der darbenden Gastronomie hat „Platzhirsch“-Chef Alldyz Korqaj mit ihm geplaudert. Michaela Lenk vom gleichnamigen Modehaus schilderte ihre prekäre Lage ebenso wie Hotel-Direktorin Sibylle Tödter vom „Residenz“ oder Immobilienexperte Frank Böckler. Klar lassen sie keinen Zweifel daran, wie massiv die Probleme sind. Alle machen aber auch deutlich, dass sie die Herausforderungen beherzt angehen. Und sie heben die positiven Seiten Pforzheims und der Stadtgesellschaft hervor.

Viola erzählt offen, wie sie für ihre Verkaufsschau um Dezember 500 Gäste eingeladen hatte und wieder ausladen musste. Wie ihr das Gesellige fehle und dass sie ohne jede Hilfe über die Runden kommen muss. Zugleich strahlt sie: Weil der Austausch bei Einzelbesuchen viel intensiver sei, was sich rechne. Wer nicht verreisen könne, besinne sich aufs Innere, mache es sich zu Hause schön. Geschäftlich laufe es „supergut“, sagt Viola: „Ich liebe die Menschen, und ich liebe Pforzheim.“ Dass sie sich alles – auch das bauliche Kleinod, das sie „zu einem der deutschen Kunsthäuser“ machen will – selbst erarbeitet habe, mache sie stolz. Wie einst bei OB Peter Boch, bekennt sie nun Farbe für den CDU-Mann Dörflinger. Er sei menschlich, „einer von nebenan“. Dieser nennt Viola eine „Powerfrau, die für das brennt, was sie tut“, ehe er weiterzieht in einen Wahlkampf, in dem ebenfalls Kreativität gefragt ist – samt digitaler Sprechstunde, Bürgerdialog via Telefon und WhatsApp, Firmenbesuchen und Infoständen – wie an diesem Samstag wieder auf den Wochenmärkten in Pforzheim und Birkenfeld.

Claudius Erb

Claudius Erb

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