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Christoph Mährlein
Christoph Mährlein
15.03.2016

Drei Einzelkämpfer im Kirchenbezirk: Stadtsynode beschäftigt sich mit neuer Struktur

Am Montagabend hat die Stadtsynode getagt. Der Vorsitzende Christoph Mährlein informierte die PZ im Vorfeld der Sitzung über den heikelsten und in der Vergangenheit umstrittensten Punkt auf der Tagesordnung: die Strukturreform des Kirchenbezirks. Geplant ist eine Zusammenlegung der 17 seelsorgerischen Einheiten auf fünf Großgemeinden (die PZ berichtete).

Ganz so wie geplant konnte das Konzept nicht gehalten werden. Zu stark war der Gegenwind. Das, worüber die Synode am Abend entscheiden sollte, sei ein „Konsensvorschlag“, machte Mährlein am Mittag klar. „Drei Gemeinden, die nicht fusionieren wollten, bleiben allein“, erklärt er das neue Konzept für die Neuordnung des evangelischen Kirchenbezirks. Dabei handle es sich um die Seelsorgeeinheiten in Eutingen, Mühlhausen sowie die Johannesgemeinde. „Ihnen war ihre Identität so wichtig, dass sie bereit sind, einen Preis dafür zu zahlen“, stellt Mährlein klar. Das bedeute zum einen, dass diesen Gemeinden keine Diakonenstellen zugeteilt würden. „Für die anderen Gemeinden werden diese eine Hilfe sein.“ Des Weiteren stehe diesen keine Sicherung ihrer Gebäude zu. Das betreffe vor allem Eutingen. „Wir werden im Herbst besprechen, welche Gebäude wegfallen werden“, sagt der Vorsitzende. „Gebäudereduzierung ist das Einzige, das uns finanziell wirklich weiterbringt.“ Einiges sei bereits in der Diskussion. „Die beiden Gemeindehäuser in Eutingen und im Mäuerach werden wohl nicht zu halten sein, das ist der Gemeinde auch bewusst“, sagt er. Es sei geplant gewesen, Eutingen mit Buckenberg-Haidach zu verbinden.

Die Gemeinde Mühlhausen hat sich gegen eine Verbindung mit Würm und Huchenfeld ausgesprochen. Man habe dort bereits ein großes Gebiet mit vielen Predigtstellen. Neben historischen Gründen seien die weiten Wege der Hauptgrund der Gegenwehr gewesen, so Mährlein. Am „entschiedensten gewehrt“ und „relativ stark abgeschottet“ habe sich die Johannesgemeinde unter Pfarrerin Dorothea Patberg. „Sie haben von vornherein gesagt, sie wollen nicht fusionieren“, sagt Mährlein.

Alle weiteren Gemeinden hätten mittlerweile ihre Bereitschaft zu fusionieren erklärt. Der Vorsitzende der Synode hoffte, dass am Abend keine mehr abspringt. „Das bedeutet auch für andere ein Opfer der Identität“, weiß er.

Wie die Synode am Montagabend entschieden hat, lesen Sie morgen in der „Pforzheimer Zeitung“.