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Einbruch im Schmuckmuseum: Der erste Schreck ist überstanden. Jetzt gilt es, den Schaden zu heheben.
Einbruch im Schmuckmuseum: Der erste Schreck ist überstanden. Jetzt gilt es, den Schaden zu heheben. © Symbolfoto: PZ
07.02.2012

Drei Schmuckräuber gesucht: Alarm verhindert Schlimmeres

Pforzheim. Die Polizei sucht nach dem Einbruch ins Pforzheimer Schmuckmuseum nach drei Tätern. Nach der Auswertung der Spuren gehen die Ermittler davon aus, dass die Einbrecher mit einem Vorschlaghammer eine Scheibe eingeschlagen haben und dann ein Scherengitter aufstemmten. Durch die schmale Öffnung zwängte sich dann einer der Täter, der sehr schmächtig gewesen sein muss, teilte die Polizei am Dienstag mit.

"Sehr, sehr zierlich" sei dieser Einbrecher gewesen, sagt Schmuckmusems-Leiterin Cornelie Holzach. Sie vermutet, dass der Einbrecher ein Kind gewesen sein könnte, denn die Öffnung im Scherengitter sei extrem klein. Die Einbrecher waren in der Nacht zum Sonntag eingedrungen, hatten eine Vitrine aufgebrochen und waren dann überhastet geflohen, als der Alarm losschlug. Die Polizei kam nach eigenen Angaben sechs Minuten später am Tatort an, der jedoch bereits verlassen war.

Im Museum überwiegt die Erleichterung. «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», sagte Cornelie Holzach am Dienstag. «Alle Stücke, die entwendet wurden, sind letztendlich ersetzbar. Es ist kein Unikat aus unserer Sammlung dabei.» In der Vitrine lag Schmuck, den eine Pforzheimer Firma dem Museum als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt hatte. «Insgesamt fehlen elf Stücke, darunter Ringe, ein Collier, Armbanduhren, ein Manschettenknopf und ein Fabergé-Ei neueren Datums», sagte Holzach. Ihr Wert sei noch nicht zusammengerechnet worden, aber er liege sicher im fünfstelligen Euro-Bereich.

Für Holzach hat der erste Einbruch in der 50-jährigen Geschichte des Museums gezeigt, dass die Sicherheitssysteme gut funktionieren. «Der Alarm ist sofort losgegangen und hat dafür gesorgt, dass die Einbrecher nur wenig Beute mitnehmen konnten.»

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