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Mehrere Kilo Marihuana soll ein Tübinger Dealer im Raum Pforzheim gekauft haben. Er wurde nach einer Beschaffungsfahrt von der Polizei geschnappt.
Mehrere Kilo Marihuana soll ein Tübinger Dealer im Raum Pforzheim gekauft haben. Er wurde nach einer Beschaffungsfahrt von der Polizei geschnappt. © Symbolbild: dpa
18.04.2012

Drogen-Dealer geht Polizei ins Netz

Pforzheim/Tübingen. Wie die Polizei erst jetzt aus polizeitaktischen Gründen mitteilen konnte, haben Ermittler bei einem überraschenden Zugriff am vergangenen Freitagabend in Tübingen einen 28-jährigen Mann aus Mössingen festgenommen. Der soll in großem Stil mit Kokain und Marihuana gehandelt und im Raum Pforzheim in mehreren Einzelkäufen rund neun Kilogramm Marihuana beschafft haben.

Die Tübinger Kriminalpolizei hatte den 28-Jährigen schon seit mehreren Monaten im Visier. Es ergaben sich Zug um Zug Anhaltspunkte, dass der Tatverdächtige einen schwunghaften Handel mit Marihuana und Kokain betreibt. So soll er in Rottenburg etwa 100 Gramm Kokain und im Bereich Hannover von einem bisher unbekannten Lieferanten mehrfach Kokain, in einem Fall mindestens 150 Gewinn Kokain erworben haben, um es an einen festen Kundenstamm gewinnbringend weiter zu verkaufen.

Auch im Raum Pforzheim war der 28-Jährige aktiv. Dort soll er sich mehrere Kilogramm Marihuana beschafft haben. Obwohl der Tatverdächtige äußerst konspirativ agierte, gelang es den Drogenfahndern, die Spur einer Rauschgift-Beschaffungsfahrt aufzuhellen, zu der sich der mutmaßliche Dealer aufgemacht hatte. Nach umfänglichen Observationen wurde der Tatverdächtige schließlich unter der Regie des Drogendezernates der Polizeidirektion Tübingen von einem mobilen Einsatzkommando bei seiner Rückkehr nach Tübingen in der Stuttgarter Straße festgenommen. Im Kofferraum seines Autos fanden die Ermittler rund 900 Gramm Marihuana.

Die Ermittlungen gegen die Lieferantenschiene dauern noch an. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen hat das zuständige Amtsgericht Haftbefehl erlassen und die Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen angeordnet. dpa

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