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So sehen sie heute, und so sahen sie damals aus: Hannelore und Manfred Günthner feiern Gnadenhochzeit. Foto: Ketterl
So sehen sie heute, und so sahen sie damals aus: Hannelore und Manfred Günthner feiern Gnadenhochzeit. Foto: Ketterl
20.08.2018

Durch Trümmer zum Traualtar: Das Ehepaar Günthner gab sich vor 70 Jahren das Ja-Wort

Pforzheim-Büchenbronn. Wenn’s wenigstens ein Misston gewesen wäre... – aber da war gar nichts, kein Tönchen, das sich von der Orgel in der Franziskuskirche hinabschwang zum Brautpaar, dem Kaplan, der den damals 19-jährigen Manfred Günthner fragte, ob er Hannelore Waller, seine „Künftige“, als Ehefrau „anerkennen“ wolle, und zur Festgemeinde. „Vielleicht war das ja gewollt“, sagt Manfred Günthner.

Sohn Wolf und Schwiegertochter Ute sind am Dienstag in Waiblingen Gastgeber der besonderen Art – samt Kindern und Enkel: Hannelore (90) und Manfred Günthner (89) feiern Gnadenhochzeit. Am 21. August 1948 gaben sie sich zunächst im Standesamt der Stadt an der Hohenzollernstraße und dann in der Franziskuskirche das Ja-Wort. Beinahe wären sie zur Feier in eigener Sache zu spät kommen: Manfreds Freund Fred Eggert sollte mit seinem alten Mercedes den Chauffeur spielen – musste aber auf dem Weg durch die Pforzheimer Trümmerlandschaft nach einem schuttbedingten Plattfuß zeitraubend einen Reifen wechseln.

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