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Rosemarie Figura-Dittmann und Dieter Dittmann, Klaus-Dieter Bluhm und Ines Beckert (von links) gehören zu den rund 300 PZ-Austrägern, die dafür sorgen, dass die Abonnenten zeitig ihre Zeitung erhalten.Foto: Ketterl
Rosemarie Figura-Dittmann und Dieter Dittmann, Klaus-Dieter Bluhm und Ines Beckert (von links) gehören zu den rund 300 PZ-Austrägern, die dafür sorgen, dass die Abonnenten zeitig ihre Zeitung erhalten.Foto: Ketterl
18.12.2015

Durch sie wird der Tag gut: Die Austräger der PZ

Pforzheim/Enzkreis. Fünf Stunden Schlaf müssen reichen – „um acht Uhr fall’ ich ins Bett“, sagt Ines Beckert. Eine Stunde nach Mitternacht klingelt der Wecker. Dann heißt es aufstehen, von der Anwaltstraße im Stadtteil Büchenbronn ein paar Meter weit zur Volksbank laufen, wo im Regelfall schon die druckfrischen Exemplare der „Pforzheimer Zeitung“ abgeliefert wurden. Mit vier weiteren Austrägern teilt sich Beckert die Auslieferung der PZ im Stadtteil – bei Wind und Wetter, täglich außer Sonntag.

In zwei Fuhren zieht sie die Zeitungspacken – 310 Ausgaben – im Wägelchen hinter sich her, die Taschenlampe in der Hand. Rund vier Stunden ist sie zwischen Westring und Panoramaweg unterwegs, nur selten bekommt sie ihre Kundschaft zu Gesicht, seien es Schichtarbeiter oder Spätheimkehrer. Mancher wartet schon sehnsüchtig – hin und wieder mit übertriebenen Erwartungen. „Da können es manche gar nicht erwarten, bis die Zeitung im Brief- oder Zeitungskasten ist“, sagt Beckert, die auch Verständnis für ungeduldige Leser hat. „Die sollten mal mitgehen“ – wenn es schüttet wie aus Kübeln, wenn es die Austräger bei Eis auf den Rücken setzt oder das Schienbein geprellt ist.

Und da gibt es die anderen, die große Mehrzahl – die Beckert im Dorf ansprechen, sich bedanken, gerade zur Weihnachtszeit eine Flasche Sekt oder eine Schachtel Pralinen vor dem Haus deponieren. Oder, wie jüngst geschehen, bei Beckert Sturm klingeln – und der verdutzten Austrägerin freudig entgegenrufen: „Der Nikolaus ist da!“.

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