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Bei einer routinemäßigen Kontrolle zog die Polizei einen tschechischen Reisebus aus dem Verkehr, an dem erheblich viele Mängel zu erkennen waren.
Bei einer routinemäßigen Kontrolle zog die Polizei einen tschechischen Reisebus aus dem Verkehr, an dem erheblich viele Mängel zu erkennen waren. © Symbolbild dpa
25.07.2017

Durchgerostet, Lenkrad lose, Ruhezeiten nicht eingehalten: Polizei zieht vollbesetzten Reisebus aus dem Verkehr

Pforzheim/Niefern-Öschelbronn. Die Polizei hat am Montagvormittag an der A8-Raststätte Pforzheim einen voll besetzten Reisebus aus dem Verkehr gezogen. Grund dafür waren jede Menge Verstöße des 38-jährigen Fahrers gegen die Lenk- und Ruhezeiten sowie diverse Sicherheitsmängel am Bus.

Die Spezialisten der Verkehrspolizei lotsten den mit 33 Reisenden besetzten Bus am Montag um 9.45 Uhr im Rahmen einer mobilen Verkehrskontrolle auf die Raststätte in Höhe von Niefern-Öschelbronn. Wie sich herausstellte, war der aus Tschechien stammende Fahrer mit dem Reisebus eines tschechischen Reiseunternehmens von Stuttgart in Richtung Südbaden unterwegs. Zunächst waren eine gesprungene Frontscheibe sowie Rost am Unterboden auffällig. Darüber hinaus hatten die Verantwortlichen diverse Sicherheitseinrichtungen - sämtliche bereits 2016 abgelaufene Feuerlöscher und Nothämmer - durch Kabelbinder gesichert, die im Notfall nur mit Hilfe Werkzeug zu entfernen gewesen wären.

Ein Gutachter stellte bei der Vorführung des Schwerfahrzeugs schließlich eine ganze Reihe von Mängeln fest: Neben einem an mehreren Stellen durchgerosteten Rahmen war beispielsweise das Lenkrad lose, die Lenkungs- und Fahrwerklager waren teils ausgeschlagen.

Zudem war der Fahrer bereits mit der zweiten Reisegruppe seit dem 11. Juli täglich unterwegs. Dabei hatte er die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten erheblich überschritten. Auch das dafür zwingend vorgeschriebene digitale Kontrollgerät war nicht vorhanden.

Die Reisegruppe konnte letztlich nach der Beschaffung eines Ersatzbusses die Reise fortsetzen.

Neben einem Bußgeld von mehreren hundert Euro sowohl für den Fahrer als auch für den Fahrzeughalter sind noch Sicherheitsleistungen in Höhe von 2.000 Euro von dem 38-Jährigen und weitere 4.000 Euro durch den Halter zu hinterlegen.