nach oben
Rockige Klänge in unterschiedlichen Couleur prägen das Festival "Easy am Hang", das etwas unter dem nicht ganz so optimalem Wetter zu leiden hatte. © Bechtle
01.09.2012

"Easy am Hang": Gute Laune trotz Regen

Über 1600 Gäste konnte das Festival "Easy am Hang" auf dem Hoheneckplatz verbuchen. Der Regen trübte zwar etwas die Stimmung, aber alles lief friedlich ab.

Bildergalerie: Mieses Wetter, gute Festival-Stimmung: "Easy am Hang" - 1

Bildergalerie: Mieses Wetter, gute Festival-Stimmung: "Easy am Hang" - 2

Am ersten Festivaltag waren am Freitagabend trotz der Regenschauer rund 600 Gäste auf den Hoheneckplatz gekommen, um zur Musik der fünf Bands zu tanzen und zu feiern. Höhepunkt des Abends war das Rap-Duo „Herr von Grau“, das aus der Hauptstadt angereist war.

Kühles, aber trockenes Wetter gab es am Samstagabend. Das und der Bekanntheitsgrad der Band „Ohrbooten“, die ebenfalls aus Berlin nach Pforzheim gekommen war, machten sich auch bei den Besucherzahlen bemerkbar. Rund 1000 Gäste waren am zweiten und letzten Abend des Festivals gekommen, vermeldete Paul Taube, Leiter des Mitveranstalters  Kupferdächle.

„Das Festival ist wie jedes Jahr erstaunlich friedlich abgelaufen. Der Regen hat die Stimmung ein wenig gedrückt, aber trotzdem sind wir zufrieden. Es sind sogar mehr Camper als vergangenes Jahr gekommen“, so Taube.

Eine neue Einnahmequelle für das Gratis-Festival, das sich allein aus Spenden und den Einnahmen des Getränke- und Essensverkaufs finanziert, gab es in diesem Jahr auf Wunsch des Publikums: Festival-Armbänder. Für zwei Euro konnten diese Saisontrophäen, die Festivalgänger oft am Arm sammeln, erstanden werden. Etwa 150 Stück, so Taube, seien davon verkauft worden. Die Einnahmen kämen genau richtig, denn bei kaltem Wetter trinken die Gäste einfach weniger als bei großer Hitze, sagte Taube.

Engagiert hatte sich neben den Veranstaltern, dem Verein Kunst und Kultur am Wasserturm (KuKuWaTu) und dem Kupferdächle, auch die Dillweißensteiner Belrem-Gilde, die mitsamt ihrer traditionellen Kanonen, der „Grausamen Barbara“, angerückt war, um am Samstagmorgen fürs Frühstück zu sorgen. Ab 15 Uhr gab es auf dem Hoheneckplatz ein Kinder- und Familienprogramm, bei dem das Spielmobil des Stadtjugendrings mit von der Partie war. Von dem Kinderprogramm schwärmte der stellvertretende Vorsitzende des KuKuWaTu, Bernd Hock: „Es war toll und hat Spaß gemacht.“ Musikalisch begleitet worden war dieses vom „Flohzirkus Orquestra“, bei dem auch der Sänger der Remchinger Folk-Band „Across the Border“, Jochen Kröner, mitmischt.

Trotz des friedlichen Publikums: Ein wenig Ärger hatte es beim Festival dann doch gegeben – allerdings bereits im Vorfeld. Einige Anwohner hatten sich von dem Festival gestört gefühlt, und obgleich dieses noch nicht einmal begonnen hatte, sozusagen prophylaktisch Anrufe beim Ordnungsamt getätigt.

Strenge Auflagen

Aber an dessen Auflagen hielten sich die Veranstalter, obgleich das Publikum vom konsequenten Ende des Musikprogramms weniger begeistert war. Die Stimmung blieb dennoch gelassen. „Wir freuen uns, dass so viele gut gelaunte Leute gekommen sind“, sagte der Schriftführer des KuKuWaTu, Jens Wiebe.

Für die Sicherheit auf dem Gelände hatten wie in den Jahren zuvor Patrick Heudo und Marcel Hock vom Sicherheitsdienst „HD Security and More“ gesorgt. Die standen zwei Tage lang freiwillig am Einlass des Festivals und verbrachten dort zwischen 18 und etwa 1 Uhr ihre Zeit, ohne Bezahlung. „Eine Unterstützung, für die wir sehr dankbar sind“, betonte der stellvertretende Vorsitzende des KuKuWaTu.

Ob das Festival auch im kommenden Jahr wieder auf dem Hoheneckplatz stattfinden wird, ist noch nicht klar.