760_0900_98375_echtZeit_Schlosskirche_03.jpg
Pfarrerin Heike Reisner-Baral (links) und die Koordinatorin der Citykirchen-Arbeit, Andrea Pfrommer präsentieren das Konzept zu „Echtzeit“.  Foto: Meyer 

„Echtzeit“: Entspannte Abende locken in die Schloßkirche

Pforzheim. Normalerweise besteht der Besuch einer Kirche aus Gebeten und dem Innehalten. Dass damit junge Menschen kaum zu locken sind, das weiß auch Andrea Pfrommer. Dies zu ändern haben sich Pfarrerin Heike Reisner-Baral und Andrea Pfrommer die Koordinatorin der ökumenischen Citykirche an der Schloßkirche St. Michael, nun zum Ziel gemacht.

Ab 9. Mai bieten sie jeden ersten Donnerstag im Monat, von 19 bis 20.30 Uhr, die „Echtzeit“ an. Ein neues Format, bei dem die Entspannung und das Miteinander im Fokus steht. Es sollen auch diejenigen angesprochen werden, die sich für den „normalen“ Besuch der Kirche nicht interessieren würden. Nach langem Hin und Her ist das „Echtzeit“-Team zum Entschluss gekommen, die Reihe auf den Donnerstag zu legen. Dieser ist für sie der „kleine Freitag“, da er nicht nur Vorfreude auf das bevorstehende Wochenende, sondern auch auf den Besuch der Kirche bringen soll. Außerdem ist sich Pfrommer durchaus bewusst, dass gerade junge Menschen den Freitag- und Samstag-Abend lieber anders verbringen.

Der Kirchenraum werde an diesem Abend in einer jüngeren Atmosphäre erstrahlen, so Pfrommer. Den Besuchern wird einiges geboten: Bunte Sitzsäcke laden zum Chillen ein, es läuft Lounge-Musik im Hintergrund und es gibt Getränke – sogar Bier – und Knabbereien. Außerdem gibt es Lesestoffeiner und eine „Schatzkiste“, in der Kleinigkeiten, wie Murmeln und Steine gesammelt und verschenkt werden.

Die Suche nach Spiritualität und Gemeinschaft steht an oberster Stelle. „Uns ist wichtig, dass sich alle wohlfühlen. Um wirklich in Echtzeit teilzunehmen, sollen alle Smartphones ausgeschaltet sein“, sagte Pfrommer. Um 19.30 Uhr soll ein Gong einen Impuls einläuten. Die Besucher dürfen sich beteiligen, aber müssen nicht. Es sei keine Predigt, betont Reisner-Baral. Eher kleine Mitmachaktionen bei dem die Kirche erlebbar werden soll.