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Begutachten die Schäden im „Emma“: Erster Bürgermeister Dirk Büscher, Ingenieur Jan Weber und der ehemalige Bäderamtsleiter Bruno Rupp (von links). Foto: Stadt
Begutachten die Schäden im „Emma“: Erster Bürgermeister Dirk Büscher, Ingenieur Jan Weber und der ehemalige Bäderamtsleiter Bruno Rupp (von links). Foto: Stadt
09.02.2018

Ehemaliger Bäderchef bestätigt schwere Schäden des „Emma“

Pforzheim. Von der Technik bis zur Statik hat das Emma-Jaeger-Bad einige Baustellen, die wohl bald das Aus für das innerstädtische Bad bedeuten werden. Dass es mit den jetzigen Schäden nicht weiterbetrieben werden kann, bestätigt jetzt auch der ehemalige Bäder-Chef Bruno Rupp.

Zu einem Vor-Ort-Termin im Emma-Jaeger-Bad sind Erster Bürgermeister Dirk Büscher und der frühere Bäderamtsleiter Bruno Rupp zusammengekommen. Mit dabei waren neben Vertretern des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe auch der Geschäftsführer sowie der Fachbereichsleiter Ingenieurbau vom Büro Weber-Ingenieure, die dem früheren Bäder-Chef die teilweise gravierenden und rasant voranschreitenden Schäden in zahlreichen tragenden Bauteilen vorstellten und detailliert erläuterten. Die Ursachen seien vielfältig und reichten von Defiziten des verbauten Spannstahls, überschrittenen Chloridwerten im Spannbeton bis hinzu Pilzbefall in den Brettschichtbindern, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Nur mit Hilfe von Stahlstützen als temporären Unterstützungsmaßnahmen und regelmäßigem Monitoring könne die Betriebszeit des „Emma“ noch bis Ende des Jahres gewährleistet werden. „Mehr ist nicht verantwortbar, danach helfen uns auch diese kleinen Maßnahmen nicht mehr weiter“, betont Erster Bürgermeister Dirk Büscher. „Ich möchte keine Situation wie in Bad-Reichenhall riskieren, wo vor mehreren Jahren eine Eishalle einstürzte und fünfzehn Menschen starben“. Wenn man sich für den Verbleib des Bades am jetzigen Standort entscheide, wäre nur noch eine Kernsanierung oder ein Neubau möglich. Die vielfältigen Mängel des Bades wurden von mehreren unabhängigen Sachverständigen attestiert. Auch der frühere Bäderamts-Leiter betont: „Die erheblichen Mängel im Emma-Jaeger-Bad habe ich nie in Frage gestellt.“ Im Gegenteil: Erst neulich habe er die Technik im „Emma“ begutachtet und sei erschrocken, wie schnell auch hier der Verfall voranschreite und nur notdürftig behoben werden könne.

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