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Aus dem ehemaligen Polizeirevier Nord an der Bahnhofstraße 22 wird so schnell keine Heimat für die Auswärtigen Strafkammern des Landgerichts – der Umbau wird länger dauern als ursprünglich gedacht.
Aus dem ehemaligen Polizeirevier Nord an der Bahnhofstraße 22 wird so schnell keine Heimat für die Auswärtigen Strafkammern des Landgerichts – der Umbau wird länger dauern als ursprünglich gedacht.
19.12.2016

Ehemaliges Polizeirevier maroder als gedacht

Nun ist es definitiv: Der vom Landgericht Karlsruhe für seine Auswärtigen Strafkammern in Pforzheim anvisierte Umzug von der Schulbergstaffel ins ehemalige Polizeirevier Nord wird sich verzögern. Schuld ist die bauliche Situation, die sich schlimmer darstellt, als ursprünglich gedacht – ein typischer Pforzheimer Improvisationsbau nach dem Zweiten Weltkrieg, fußend auf einer Ruine (die PZ berichtete).

Taugte der Sandsteinbau jahrzehntelang als Quartier für das Polizeirevier Nord, müsste er – insbesondere was die Anforderungen an Sitzungssäle eines Gerichts angeht – innen neu gestaltet werden: alte Decken raus, neue rein. Das alles kostet Zeit und Geld. Was das Geld angeht, hält sich Pia Riegert-Matt, Leiterin des Pforzheimer Amts Vermögen und Bau, zurück. Aber das Finanzministerium muss auf der Basis des mutmaßlichen Millionenaufwands entscheiden, ob das Projekt auf die Prioritätenliste des Landes kommt.

Ende einer Institution

Für das Nachlassgericht sowie die Große und Kleine Auswärtige Strafkammer bedeutet dies, dass das Land schräg gegenüber ab 2018 die Räume des bisherigen Amtsnotariats an der Lindenstraße 19 anmieten wird. Das Amtsnotariat, die letzte Einrichtung dieser Art in Europa und eine badische Spezialität, wird ab 2018 Geschichte sein – ab dann gibt’s nur noch freie Notare.

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