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Herausragend für stadtgeschichtliche Forschungen: Klara Deecke (Leiterin des Stadtarchivs), Kai Adam (ehemaliger Lehrer Schiller-Gymnasium), Claudia Baumbusch (Beauftragte für kulturelle Bildung), Erster Bürgermeister Roger Heidt, Christoph Mährlein (Löbliche Singergesellschaft), Preisträger Stefan Hackl, Thomas Paeffgen (Vorsitzender Förderverein Stadtarchiv), Joachim Becker (Reuchlingesellschaft) (von links) und die drei prämierten neunten Klassen des Schiller-Gymnasiums bei den Preisverleihungen im Reuchlinhaus.  Foto: Ketterl
Herausragend für stadtgeschichtliche Forschungen: Klara Deecke (Leiterin des Stadtarchivs), Kai Adam (ehemaliger Lehrer Schiller-Gymnasium), Claudia Baumbusch (Beauftragte für kulturelle Bildung), Erster Bürgermeister Roger Heidt, Christoph Mährlein (Löbliche Singergesellschaft), Preisträger Stefan Hackl, Thomas Paeffgen (Vorsitzender Förderverein Stadtarchiv), Joachim Becker (Reuchlingesellschaft) (von links) und die drei prämierten neunten Klassen des Schiller-Gymnasiums bei den Preisverleihungen im Reuchlinhaus. Foto: Ketterl
10.03.2016

Ehrung im Reuchlinhaus für stadtgeschichtliche Forschungen

Pforzheim. Zwei verschiedene Projekte, zwei verschiedene Forschungsparteien, zwei verschiedene Preise, doch eine gemeinsame Ehrung: Für herausragende wissenschaftliche Leistungen zur Stadtgeschichte vergaben der Förderverein des Stadtarchivs, die Löbliche Singergesellschaft von 1501 und die Reuchlingesellschaft im Reuchlinhaus zwei ehrenvolle Auszeichnungen.

Der Eberhard-Gothein-Preis für Forschungen auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft erhielt der Münchener Stefan Hackl für sein Werk „Ortsnamenbuch des Enzkreises und des Stadtkreises Pforzheim“. Für ihr Projekt „Pforzheim im Ersten Weltkrieg – ein Stadtrundgang heute“ gewannen die drei ehemaligen neunten Klassen des Schiller-Gymnasiums den Georg-Simler-Preis für besondere schulische Leistungen.

Die Preisübergabe erfolgte durch die Juroren Joachim Becker, Vertreter der Reuchlingesellschaft, Christoph Mährlein, Mitglied der Löblichen Singergesellschaft und Thomas Paeffgen, Vorstand des Fördervereins für das Stadtarchiv. Für die musikalische Begleitung sorgte Daniel Salzmann, Schüler des Hebel-Gymnasiums.

Erster Bürgermeister Roger Heidt sprach Glückwünsche aus. „Der Einsatz und der Gewinn sind unverzichtbar für die Stadt. Dr. Hackl und die Schüler haben durch großes Engagement und viel Arbeit Licht in die Forschung gebracht und Anreiz für stadtgeschichtliche Auseinandersetzungen gegeben“, so Heidt.

„Die Pforzheimer und Pforzheimerinnen sollen sich mit der Stadt identifizieren.“

Hackl, dessen Buch 2013 erschienen ist und an bereits publizierte Werke sowie seiner Dissertation anknüpft, stellte dem Publikum seine Ergebnisse zur Ortsnamenforschung vor. In wenigen Minuten gab er einen Crash-Kurs in Sachen Methodik, Vorgehensweise, Bedeutung und Nutzen seiner Arbeit. Am Beispiel der Orte Birkenfeld und Dillstein belegte er die sprachwissenschaftliche Namensdeutung.

„Ich musste mich lange einarbeiten und in die Ortsnamen einlesen. Meine Arbeit bezieht ein breites Spektrum an Wissenschaften ein“, sagte der Sprachwissenschaftler. „Ich freue mich sehr, dass mir dieser ehrenvolle Preis zuerkannt wurde, und danke allen Wegbegleitern.“

Das Projekt „Entdeckendes und forschendes Lernen“ der jetzigen Zehntklässler zum Ersten Weltkrieg, das im Frühjahr 2015 begonnen hatte, war eine Gemeinschaftsaktion der Schiller-Schule mit Claudia Baumbusch, Beauftragte für kulturelle Bildung und dem Stadtarchiv. Materialien des Archivs, Museenbesuche und zahlreiche Stadtrundgänge auf den Spuren der Geschichte dienten der Recherche. Verschiedene Stationen und Denkmäler in der Innenstadt und am Hauptfriedhof hatten die Neuntklässler eingehend untersucht. Ziel dabei war es, eine Informationsbroschüre zu erstellen.

„Es war ein gelungenes und abwechslungsreiches Projekt. Wir durften Verantwortung übernehmen und Themen selbstständig erarbeiten. So können wir das Geschehen von vor 100 Jahren besser nachvollziehen“, sagte Julia Glauner, die mit drei Schulkameraden das Projekt präsentierte.