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Auf dem Buckenberg sind die technischen Dienste im Einsatz, um den Raupen den Garaus zu machen. 

Eichenprozessionsspinner – So können Sie befallene Bäume melden

Pforzheim. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Pforzheim immer mehr aus und es scheint, als kämen die Technischen Dienste bei der Bekämpfung kaum hinterher. Am Montagmorgen machten die Experten den Tieren auf dem Buckenberg den Garaus.

Inzwischen hat die Pforzheimer Verwaltung eine Möglichkeit geschaffen, befallene Bäume an die Sadt zu melden: Per E-Mail an gta@pforzheim.de oder td@pforzheim.de sowie telefonisch unter (07231) 392451 oder 391117.

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Kampf gegen die Eichenprozessionsspinner in Pforzheim

Es ist ein unangenehmes Gefühl, das bei den Menschen herrscht, die am Montagmorgen in der Pforzheimer Elisabethstraße an der Bushaltestelle stehen. Um sie herum auf den Bäumen wimmelt es seit Wochen von Raupen. Ein Schild warnt mit "Achtung! Eichenprozessionsspinner" vor der Gefahr, doch ansonsten sind keine Absperrungen zu sehen. Eine Anwohnerin erzählt, dass in ihrem Haus fast alle betroffen seien, ein Mann leide sogar unter Atemnot. Viele würden zunächst denken, sie seien von Schnaken gestochen worden, und wüssten nichts von den Tieren mit den giftigen Härchen.

Ein Leser hat festgehalten, wie sich die Eichenprozessionsspinner unter einem Baum auf einem Auto breitmachen. 

Befallene Bäume auf dem Gelände der Buckenbergschule

Auch an der Buckenbergschule gibt es Probleme. Auf dem Schulgelände stehen einige Eichenbäume und auch auf dem Schulweg der Kinder befinden sich viele befallene Eichen. Da die Situation bereits im vergangenen Jahr schlimm gewesen sei, hätten die technischen Dienste in diesem Jahr vorab die Bäume besprüht, berichtet die Rektorin Tina Meduri. Dadurch sei es zwar etwas besser, dennoch hätten einige Kinder schon allergische Reaktionen erlitten, wüssten jedoch, wie sie sich verhalten sollten. "Die Raupen sind natürlich verlockend für die Schüler. Wir klären aber auf, was das für Konsequenzen hat und dass sie sich nicht dort aufhalten sollen, wo die Raupen sind", so Meduri. In enger Absprache mit Carsten Schwarz vom Wildpark würde der Hausmeister der Schule selbst all jene Nester abflammen, die er erreichen könnte. "Es ist halt viel Arbeit und wir müssen immer hinterher sein", sagt die Rektorin. Sie gebe an die Stadt weiter, welche Bäume auch im Umfeld der Schule befallen seien, allerdings fehle ihr ein Ansprechpartner bei der Stadt, der die komplette Organisation und Planung übernehme, bemängelt sie. 

Auch hier sind um 9 Uhr Experten vor Ort und gegen mit Feuer gegen die Tiere vor. 

Weitere Orte in der Stadt betroffen

Die Eichenprozessionsspinner waren auch in der Nordstadt an der Bauschlotter Straße und Lochäckerstraße zu beobachten. Sieben Besucher waren auf der Mess, die am Sonntag zu Ende ging, durch die Tiere verletzt worden. 

Einige Standorte wurden vorbehandelt

Die Stadt hatte schon im Vorfeld einige Stadtorte, an denen es in der Vergangenheit Eichenprozessionsspinner gegeben hatte, vorbehandelt, berichtete Harald Kuch vom Grünflächen- und Tiefbauamt am Montag der PZ. Dort hätten die Maßnahmen auch Erfolg gehabt. Aber nun seien die Tiere an anderen Standorten - wie dem Messplatz - aufgetaucht, an denen man bis dahin keine Probleme gehabt hatte.

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Eichenprozessionsspinner auf dem Pforzheimer Sonnenhof

[Wie kann man sich schützen? Fragen und Antworten zum Eichenprozessionsspinner im Video]

Claudius Erb

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Georg Moritz

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