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Bettina Kuhn (sitzend) lässt sich von Annie Mukoko die Haare flechten. Foto: Eickhoff
Bettina Kuhn (sitzend) lässt sich von Annie Mukoko die Haare flechten. Foto: Eickhoff
Klaus Nagel (links) aus Karlsbad testet bei Goumba Gueye eine Trommel. Foto: Eickhoff
Klaus Nagel (links) aus Karlsbad testet bei Goumba Gueye eine Trommel. Foto: Eickhoff
07.07.2019

Ein Abstecher in die afrikanische Kultur: Afrika-Festival lockt in den Enzauenpark

Pforzheim. Die Stimmung ist ausgelassen. Die Luft von Düften afrikanischer Spezialitäten erfüllt. Rhythmische Trommelklänge locken die Besucher an den Bühnenrand, bevor sie von bunten Gewändern zu den zahlreichen Ständen des afrikanischen Basars angezogen werden.

Das 19. Afrika Festival, organisiert vom Verein Afrika-Präsenz am Wochenende im Enzauenpark, konnte wieder einmal mit einem vielfältigen Programm aufwarten. Von einer Modenschau für die ganze Familie, über verschiedene Musikgruppen, einen ökomenischem Gospelgottesdienst am Sonntag bis hin zu einem abwechslungsreichem Kinderprogramm. Eröffnet wurden die beiden Festivaltage mit einem Trommelworkshop von Bakary Koné. „Der Workshop ist für alle, die Lust am Trommeln haben“, sagt Koné, der schon früh in der Elfenbeinküste zum Trommler ausgebildet wurde. „Wir wollen mit unserem Festival alle Sinne erregen. Zuhören, Mitmachen, Staunen und Fühlen und ein respektvolles Miteinander sollen vorherrschen“, betont Christelle Ngnoubamdjum, Tochter von Martin Ngnoubamdjum, besser bekannt als Bruder Martin, ehemaliger Vorsitzender des Vereins Afrika-Präsenz und Initiator des Festivals.

„Die Leitung und Organisation des Festivals möchte ich in Zukunft an meine acht Kinder abgeben und mich nur noch um die Leitung des Gottesdiensts kümmern“, sagt Bruder Martin während seiner Empfangsworte und schwingt anschließend die Hüften, als Trommler Koné die ersten Takte angibt.

Ansteckender Rhythmus

Afrika wird an diesem Wochenende offensichtlich gelebt. So haben im Anschluss an den Gottesdienst Sängerin und Tochter von Bruder Martin, Siyou Isabelle Ngnoubamdjum mit Pianist Joe Fessele und ihrer kleinen Chorgruppe „The Flowriders“ die Anwesenden von den Stühlen gelockt.

Das gelebte Afrika-Flair zeigen auch die Besucher an den Basarständen, wie Stammkundin Bettina Kuhn am Stand von Annie Mukoko vom Afroshop Modaya in Pforzheim. „Seit über 20 Jahren besuche ich Annie und lasse mir von ihr jährlich kleine Zöpfe in die Haare flechten.“ Oder Klaus Nagel aus Karlsbad, der seinem Enkel eine handgefertigte Trommel aus dem Senegal am Stand von Goumba Gueye erwerben möchte und auf dem Holzinstrument immer wieder gekonnt klangvolle Töne anschlägt.