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Schau mal, wo du lebst

Den großen Saal für bis zu 500 Menschen zeigt Trägervereinsvorsitzender Reinhard Kölmel (rechts) den Besuchern. Foto: Ketterl
20.08.2018

Ein Haus mit vielen Gesichtern: Sommeraktion im Kulturhaus Osterfeld

Pforzheim. Viele persönliche Erinnerungen sind mit der wechselvollen Geschichte des Hauses verbunden, das heute als Kulturhaus Osterfeld einen unverzichtbaren Anteil am Leben der Stadt ausmacht: Und so brachten die Teilnehmer der Sommeraktion „Schau mal, wo du lebst“ ihre eigenen Erlebnisse von früher – wie Eheschließung oder Schulbesuch – mit zum Rundgang.

Reinhard Kölmel, langjähriger Vorsitzender des Trägervereins, nahm sich viel Zeit, um der Gruppe einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Nutzungen des über hundert Jahre alten Hauses, erbaut nach den Plänen von Alfons Kern, zu geben. Im nächsten Jahr wird es sein 25-jähriges Bestehen feiern – trotz aller Widrigkeiten wie Budgetkürzungen, die es über die Jahre ertragen musste.

Bildergalerie: "Schau mal, wo du lebst" im Kulturhaus Osterfeld

Ob Schule mit 62 Lehrsälen für 2400 Jungen und Mädchen, Lazarett im Ersten Weltkrieg, Judenschule oder nach dem Zweiten Weltkrieg Rathaus, Bücherei, Stadttheater und Polizeiposten: Das für damals 900 000 Mark errichtete Gebäude war vom ersten Moment an ein Ort mit besonderen Funktionen. Anfang der 1970er Jahre zogen die letzten öffentlichen Ämter aus. Auch das Theater bekam 1990 seinen Neubau am Waisenhausplatz zugewiesen. Vier Vereine setzten mit knapper politischer Mehrheit ihren Wunsch nach einem soziokulturellen Zentrum durch. Die Einweihung fand 1992/1993 statt. Heute haben die Vereine Amateurtheater und Penn Club unter dem Dach eines Trägervereins die Verantwortung eines mittelständischen Unternehmens mit einem jährlichen Budget von 2,5 Millionen Euro (460.000 Euro von der Stadt abzüglich der Miete).

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