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Wissen jetzt, wie das Buch ins Regal kommt: Zusammen mit ihrer Klasse durften Guilia, Jacqueline und Jil Marie (von links) hinter die Kulissen der Bücherei schauen und danach noch in der Kinderbücherei schmökern. Foto: Deeg
Wissen jetzt, wie das Buch ins Regal kommt: Zusammen mit ihrer Klasse durften Guilia, Jacqueline und Jil Marie (von links) hinter die Kulissen der Bücherei schauen und danach noch in der Kinderbücherei schmökern. Foto: Deeg © Ramona Deeg
08.04.2011

Ein Haus voller Bücher

PFORZHEIM. In den Büros der Stadtbücherei dreht sich auch alles um Bücher, CDs, DVDs und Kinderspiele – davon hat sich die Klasse 4b der Grund- und Hauptschule Huchenfeld überzeugt. Für „Schule trifft Zeitung“ haben die Schüler hinter die Kulissen der Stadtbücherei geschaut. In ihren Büros kümmern sich die Bibliothekarinnen das ganze Jahr über um neue Ausleihmedien. Das Geld für die Neuanschaffungen stellt die Stadt Pforzheim zur Verfügung, erklärt Barbara Grabl, die für Öffentlichkeits- und Veranstaltungsarbeit in der Stadtbücherei zuständig ist.
Anhand von Statistiken überlegt sich das Bücherei-Team dann, welche Bibliothekarin für ihren Fachbereich wie viel Geld für Neuanschaffungen gestellt bekommt. Kleine Zettel mit knappen Infos helfen den Einkäufern ihre Entscheidungen zu treffen. „Passt das Buch für unser Haus?“, ist dabei eine der Leitfragen. Doch auch die Besucher der Stadtbücherei können mit Wunschzetteln äußern, was sie gerne in ihrer Bücherei hätten. Viele Bücherlieferungen müssen nur noch ins Computersystem eingepflegt werden und wandern dann ins Bücherregal, um ausgeliehen zu werden.
Bei anderen Büchern müssen die Mitarbeiter hingegen richtig Hand anlegen: Die Bucheinbände müssen verstärkt oder mit Folie überklebt werden und die kleinen Aufkleber, sogenannte Signaturen, am Buchrücken befestigt werden. Bücher, die durch einen Wunschzettel gekauft wurden, werden mit einem roten Express-Kärtchen versehen. „Dadurch wissen alle Mitarbeiter, bei denen das Buch auf dem Schreibtisch liegt, dass sie sich damit besonders beeilen müssen“, erklärt Grabl.
Wenn dann ein Buch von der Ausleihe zurückkommt, landet es im Sortierraum. Dort kommen täglich bis zu 4000 Medien an, die kontrolliert, sortiert und wieder ins Regal gestellt werden müssen. „Deshalb machen wir morgens erst um 11 Uhr auf. Morgens wird bei uns nämlich aufgeräumt.“
Eine Frage brannte den Kindern unter den Nägeln: Muss ein Buch in der Bücherei abgegeben werden, wo es ausgeliehen wurde, oder kann man es auch in einer anderen Zweigstelle abgeben? „Nein, ihr müsst die Bücher immer dort abgeben, wo ihr sie ausgeliehen habt“, lautet die Antwort von Grabl. Denn der Bote fährt nur ein oder zweimal pro Woche zwischen den Zweigstellen und der Hauptstelle hin und her. Ramona Deeg