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Der Jugendgemeinderat Pforzheim mit Geschäftsstellenleiterin Diana Wolff (links) und Sozialbürgermeisterin Monika Müller (rechts). Foto; Ketterl
Der Jugendgemeinderat Pforzheim mit Geschäftsstellenleiterin Diana Wolff (links) und Sozialbürgermeisterin Monika Müller (rechts). Foto; Ketterl
Wollen den Pforzheimer Jugendgemeinderat stärken: Stimmenkönig Lukas Kresser, JGR-Vorsitzender Markus Fischer und Geschäftsstellenleiterin Diana Wolff. Foto: Ketterl
Wollen den Pforzheimer Jugendgemeinderat stärken: Stimmenkönig Lukas Kresser, JGR-Vorsitzender Markus Fischer und Geschäftsstellenleiterin Diana Wolff. Foto: Ketterl
13.11.2017

Ein Jahr Jugendgemeinderat mit positiver Zwischenbilanz

Montag, 14. November 2016: Die konstituierende Sitzung des Jugendgemeinderats (JGR) sorgt für Wirbel. 13 der 20 Räte gehören der Jungen Union oder der Schüler-Union an. Sie bilden eine Fraktion und reißen so alle Präsidiumsämter an sich. Auch mahnende Worte der Stadtverwaltung ändern daran nichts. Doch die Räte raufen sich zusammen und erarbeiten eine Agenda für ihre zweijährige Amtszeit. Was davon bislang umgesetzt wurde und in welchen Bereichen im nächsten Jahr weitergearbeitet werden soll, erklären Markus Fischer, JGR-Vorsitzender, Rat Lukas Kresser und die Leiterin der Geschäftsstelle, Diana Wolff.

PZ: Was haben Sie bislang noch Konkretes umgesetzt?

Fischer: Neben der OB-Veranstaltung sind es vor allem interne Themen. Der JGR steckt in seiner insgesamt erst zweiten Runde noch in den Kinderschuhen. Die Überarbeitungen der Wahl- und Geschäftsordnung sowie Satzung stehen intern ganz oben auf der Liste.

PZ: Was ist aus der Forderung nach dem Antragsrecht für den Gemeinderat geworden?

Kresser: Wir dürfen jederzeit, wie jede Fraktion, Anträge stellen. Das stand bislang aber nicht in der Satzung. Das ist aber wichtig für die Zukunft. Es macht einen Unterschied, ob der JGR in der letzten Ecke sitzt oder mit dem Gemeinderat in derselben Runde. Fischer: Genau solche Dinge sind der Grund, weshalb wir gerade intensiv an der Verbesserung der Satzung arbeiten. Um grundsätzliche Rechte und Pflichten festzuhalten – um dann erfolgreich arbeiten zu können.

PZ: Fühlen Sie sich vom „großen Rat“ denn ernst genommen?

Kresser: In dem Moment, wo man so ein formelles Gremium wie einen Jugendgemeinderat ins Leben ruft, setzt man ein Zeichen. Dass Jugendbeteiligung so gewollt ist wie hier in Pforzheim, ist nicht selbstverständlich. Fischer: Der Gemeinderat ist immer bereit, sich unserer Anliegen anzunehmen. Solange es nicht die eigene Tasche betrifft.

PZ: Die Wahlen sollen künftig auch an den Schulen stattfinden. Wird die Stimmabgabe dann somit nicht eine Pflichtveranstaltung für die Schüler?

Fischer: Die meisten Rückmeldungen kommen ohnehin von den Schulen und daher sollten sie entsprechend abgebildet sein. An Schulen finden ja regelmäßig Wahlen statt. Die Wahl zum Jugendgemeinderat wäre dann ein Zwischenschritt von schulischen zu politischen Wahlen.“ Kresser: Das Gremium soll dann auch entsprechend aussehen: Zwei Räte pro Schulart sowie zwölf freie Plätze als offener Block. So sind alle gleichwertig im Rat repräsentiert. Diana Wolff: Politische Jugendbeteiligung steht im Bildungsplan. Somit ist es in den Klassen automatisch Thema. Ob die Schüler dann auch wirklich an den Wahlen teilnehmen, bleibt ihnen natürlich freigestellt.

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