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Über den Dächern der Goldstadt ist der Firmensitz von „Bibi“ Kreutz’ Gebäudereinigungsfirma.
Über den Dächern der Goldstadt ist der Firmensitz von „Bibi“ Kreutz’ Gebäudereinigungsfirma.
06.12.2016

Ein Jazzer vor dem Herrn: „Bibi“ Kreutz wird 80 Jahre alt

Pforzheim. Irgend etwas, was noch nicht über ihn geschrieben wurde in den vergangenen Jahrzehnten? Immerhin deckt der prominenteste Glatzkopf und Fliegenträger der Goldstadt, der eben dort geborene und aufgewachsene Siegfried „Bibi“ Kreutz, eine imposante Bandbreite ehrenamtlicher Arbeit ab. Er war langjähriger Vorsitzender des Boxrings Blau-Weiß (bis er zurücktrat aus Protest dagegen, dass sein Club sich einer Fusion der drei Box-Clubs in Pforzheim zu einem verweigerte), Vorsitzender des Pfeifenraucherclubs, Urgestein des Porsche-Clubs, ist Mitglied von „Pforzheim mitgestalten“ und der Löblichen Singergesellschaft („Es ist spannend, in einer Gesellschaft Mitglied zu sein, die über 500 Jahre Pforzheimer Geschichte mitgeschrieben hat“), war bei der FDP aktiv, Gründer des „Jazzclubs 55“, aus dem 1959 der Jazzkeller entstand, Leader der „Penthouse-Dixieland-Jazzband“, Ehrenbürger der Stadt New Orleans, Träger der Bürgermedaille seiner Heimatstadt, einer der Promis, die sich öffentlich stark gemacht haben für die Aktion „Hand in Hand“ der PZ und insbesondere das Überleben des Wartbergfreibads . . . Was vergessen? Sicherlich.

Zum Beispiel die Frage, die ihm noch niemand gestellt hat: Wie lange er brauche bis zum Leopoldplatz. Kreutz stutzt. Sein Blick geht vom siebten Stock des Hochhauses an der Zehnthofstraße, dem Firmensitz seines Gebäudereinigungsunternehmens, nach schräg unten: Zieht man die Langsamkeit des Aufzugs ab, sind es zwei Minuten zum Rathaus. „Und von dort zwei, drei Minuten bis zum Leo“, sagt Kreutz.

Netto vielleicht – kein Zipperlein plagt den Mann, der am Mittwoch 80 Jahre alt wird – im Gegensatz zu vielen Schulkameraden. Doch tatsächlich verstreichen keine zehn Meter, ohne dass ihn jemand anspricht – „Bibi“ ist bekannt wie ein bunter Hund. „Das kann dann schon länger dauern“, gesteht er. Von wegen zwei Minuten . . .Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.