760_0900_100367_ROL_KERZENLABYRINTH_3_.jpg
Stimmungsvolle Aktion zu Pfingsten im Blumenhof: Lichter weisen den Weg durchs Labyrinth. Foto: Roller

Ein Meer aus tausend Lichtern

Pforzheim. Mit dem Feuerzeug in der Hand gehen die Jugendlichen von einem roten Gefäß zum nächsten, um die darin befindlichen Kerzen anzuzünden. Sie beeilen sich, denn schon in wenigen Minuten wird es dunkel sein.

Dann werden die Besucher die benachbarte Barfüßerkirche wieder verlassen, in der sie zuvor Pastoralreferent Tobias Gfells geistlichen Impulsen und Gitarrist Andreas Großmanns virtuos auf der Gitarre dargebotenen Stücken gelauscht hatten.

Draußen werden sie von einem Meer aus knapp tausend kleinen, im Wind vor sich hin flackernden Lichtern begrüßt. Lichter, die so angeordnet sind, dass sie ein Labyrinth bilden. „Der Eingang ist gleichzeitig der Ausgang“, erklärt Gemeindereferentin Elisabeth Hauth, die die im zweijährigen Abstand stattfindende Aktion der ökumenischen Citykirche zusammen mit ihrer Kollegin Barbara Ulmer und rund 15 Jugendlichen auf die Beine gestellt hat.

Gewundener Lebensweg

Dass sie dabei die Form des Labyrinths gewählt haben, ist kein Zufall: Es sei ein Symbol für den Lebensweg, erklärt Hauth: „Wenn man denkt, man sei schon in der Mitte angekommen, muss man noch eine Runde drehen.“ Anders als in einem Irrgarten, gebe es nur einen Weg, den man nicht einfach verlassen könne.

Mit ihrer Aktion stimmt die Citykirche auf Pfingsten ein: Ein Fest, mit dem auch die Gründung der christlichen Kirchen gefeiert wird. Während meditative, griechische Musik erklingt, schreiten die Besucher langsam durch das aus Kerzen bestehende Labyrinth. In der Mitte steht ein Korb, aus dem die Kinder ein kleines Spielzeug und die Erwachsenen geistliche Texte erhalten.