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Oliver Lamprecht, Leiter der technischen Abteilung der Stadtbau, zeigt den geplanten Neubau des ev. Kindergartens in Büchenbronn.
Oliver Lamprecht, Leiter der technischen Abteilung der Stadtbau, zeigt den geplanten Neubau des ev. Kindergartens in Büchenbronn. © Ketterl
12.11.2010

Ein Neubau mit Format

PFORZHEIM. Der evangelische Kindergarten Büchenbronn erhält ein neues Domizil. Neben der Waldschule entsteht bis Oktober 2011 ein einstöckiger Bau nach den Plänen des Büros Benz. Die Stadtbau hatte vier Entwürfe zur Auswahl.

Bislang sind die zwei Regelgruppen mit je 20 Kindern im evangelischen Gemeindehaus untergebracht. Das verwinkelte und mit Stufen versehende Haus soll abgerissen werden, bestätigt Norbert Echle, Vorsitzender der evangelischen Stadtkirchensynode. Weil es von der Landeskirche keine Zuschüsse für einen Kindergarten-Neubauten mehr gebe, überlegten die Verantwortlichen deshalb schon seit längerem, wo die Kinder besser unterkommen könnten. Das Gemeindehaus soll in kleinerem Format barrierefrei an alter Stelle neu gebaut werden. Aber erst dann, wenn die Kinder versorgt sind.

Die Stadtbau hat sich als Bauträger jetzt entschieden, für eine Millionen Euro einen Kindergarten-Neubau in die unmittelbare Nähe von Waldschule und Sporthalle auf einem städtischen Grundstück zu errichten. „Die Kirche wird das Gebäude anmieten“, sagt Stadtbauchef Ulrich Füting. Baubeginn ist wahrscheinlich im Frühjahr. Die Baugenehmigung stehe aber noch aus.
Füting hatte vier Büros beauftragt, um eine optimale Lösung für das schwierige Grundstück zu bekommen. Der Entwurf des Weissacher Architekten Hansulrich Benz überzeugte die Jury schließlich. Die Leitung der Jury hatte der Vorsitzende des Gestaltungsbeirats der Stadt Professor Fritz Wilhelm übernommen. Damit war sichergestellt, dass der Entwurf auch den ästhetischen Ansprüchen des Gremiums entspricht.
Der 600 Quadratmeter große Baukörper, der fast ein Dreieck bildet, überschneide sich mit seiner großen Spielfläche nur an einer kleinen Stelle mit der Außenfläche der Schule, erklärt Füting. Das sei für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen. Im Inneren entstünden Gänge und Plätze, die die Kinder zum Erkunden anregten.

In dem neuen Gebäude wird eine zusätzliche Krippengruppe mit zehn Mädchen und Jungen Platz finden, sagt Echle. Eine kleine Küche wird erstmals für die Ausgabe von warmen Essen da sein. Ohne Stufen kann auch ein behindertes Kind ohne Probleme ins Gebäude gelangen. Die nahegelegene Sporthalle können die Kindergarten-Kinder mitbenutzen. Echle erhofft sich durch die räumliche Nachtbarschaft eine bessere Zusammenarbeit mit der Schule als bislang.
Der Eingang des neuen Gebäudes wird in der Straße Im Fuchsenacker liegen. Damit die Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Tür bringen können, müsse ein Wendehammer gebaut werden, erklärt Füting.Echle lobt die Zusammenarbeit zwischen Mieter und Bauherrn während der Planungsphase. „Wir freuen uns über einen schnellen Baubeginn. Dann können wir bald mit dem Abriss des Gemeindehauses beginnen, sagt Echle. mof