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So sieht der bisherige Entwurf des „Generationenparks“ aus, den Hildegard Ströbel in Hohenwart vorstellte. Foto: Ströbel

Ein Plan und viele Fragen: Investor stellt Entwurf für Hohenwarter Pflegeheim vor

Pforzheim-Hohenwart. Mehr als zwei Jahre hat sich das Ganze hingezogen. Eine Bürgerinitiative gründete sich, potenzielle Investoren sprangen ab. Nun stellte der Investor Ströbel Immobilien am Dienstagabend erste Entwürfe für das neu geplante Pflegeheim an der Hohenwarter Kastanienallee vor. Dabei stellte sich aber auch heraus, dass es noch viele Fragen zu klären gibt, bis die Bagger anrollen können.

Das Interesse war groß: Mehr als 50 Interessierte folgten den Ausführungen des Investors Ströbel Immobilien aus Rothenburg und des Betreibers „Dienste für Menschen“ zu den Plänen für das geplanten Hohenwarter Pflegeheims im katholischen Gemeindezentrum. Dabei blieben viele der gestellten Fragen jedoch unbeantwortet.

Was ist genau geplant?

Projektentwicklerin Hildegard Ströbel sieht auf dem Grundstück neben der katholischen Kirche ein viergeschossiges Gebäude vor. Auf zwei Stockwerken sollen je 15 Pflegezimmer entstehen, die „Dienste für Menschen“ für 25 Jahre anmietet. Dazu kommen 13 barrierefreie Wohnungen im Erd- und Dachgeschoss. Im Erdgeschoss ist eine Cafeteria angedacht. Finden sich Arzt oder Friseur, kann die Nutzung der Räume angepasst werden. Unklar sei jedoch, ob die Pläne überhaupt so realisiert werden können. So habe das städtische Planungsamt nur wenige Stunden vor der Präsentation Bedenken geäußert, die Änderungen nötig machten.

Welche Einwände gab es?

Hierzu äußert sich die Stadtverwaltung auf PZ-Anfrage nicht konkret. Es sei allerdings ein ganz normaler Vorgang, dass an Entwürfen gefeilt werde. „Die Stadt Pforzheim unterstützt dieses Bauvorhaben in hohem Maße und hat großes Interesse daran“, betont Pressesprecher Philip Mukherjee. Konkret gehe es darum, der besonderen Situation im Hohenwarter Ortskern Rechnung zu tragen.

Was blieb noch offen?

Einige der zahlreich gestellten Fragen aus dem Publikum. Unbeantwortet blieb etwa, wie teuer die Wohnungen sein werden, welche Grundfläche bebaut wird, die Form der Energieversorgung sowie die exakte Gebäudehöhe.

Welche Kosten sind bekannt?

Während die Wohnungen, deren Preise sich an jenen in der Umgebung orientieren sollen, selbst bezogen werden können, dienen die Pflegezimmer als Kapitalanlage. Ströbel verspricht eine Rendite von vier Prozent. Teuer wird es laut Freyer für die Pflegebedürftigen. Er schätzt die Selbstbeteiligung auf monatlich über 3000 Euro. Insgesamt will Ströbel mehr als zehn Millionen Euro investieren.

Wie geht es nun weiter?

Ende Mai wird es einen erneuten Termin im Rathaus geben. Danach, so hofft Ströbel, werde man wissen, was gebaut werden dürfe. Baubeginn könnte im Herbst sein, die Bauzeit kalkuliert sie mit eineinhalb Jahren. Vermarktung und Verwaltung will ihre Firma ebenfalls übernehmen.

Mehr über die Pläne für das Hohenwarter Pflegeheim lesen Sie am Donnerstag, 18. April, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.