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 Foto: Moritz 
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Manuel Krebs entspannt sich beim Schwimmen in der Nagold.  Foto: Moritz 
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Unweit der Kallhardtbrücke beendet er sein Training.  Foto: Moritz 

Ein Schwimmer in der Nacht: Manuel Krebs schwimmt durch die Nagold

Pforzheim. Da staunte der Fotograf aber nicht schlecht, als gegen 20 Uhr in der Nähe der Kallhardtbrücke ein Taucher den Fluten der Nagold entstieg. Manuel Krebs, 31 Jahre, hatte gerade sein Schwimmtraining beendet. Er sei spät dran gewesen wegen diverser Überstunden, erklärt der gelernte Industriemechaniker, der für eine Maschinenbaufirma im Vertrieb arbeitet.

Normalerweise nutze er das Tageslicht. Mehrere Jahre hatte Krebs in Thailand gelebt und dort die Ausbildung zum Tauchlehrer absolviert. Kürzlich war er nach Deutschland zurückgekehrt und hatte in seinem Beruf wieder angefangen zu arbeiten. Jetzt, da alle Fitness-Studios wegen des Corona-Virus geschlossen hätten, gehe er ungewöhnliche Wege, um Sport zu treiben, aber dabei Abstand zu anderen zu halten. Sein Neopren-Anzug habe eine Dicke von fünf Millimetern und schütze ihn vor dem acht Grad kalten Wasser. Etwa 45 Minuten sei er am Montag gegen die Strömung geschwommen. Das sei sein erstes Training in diesem Jahr gewesen. An den Wochenenden zieht es ihn zu den Baggerseen Richtung Karlsruhe. Dort seien Tauchgänge möglich. Und ansonsten habe der ein oder andere Trimm-Dich-Pfad noch geöffnet. Manchmal schnappe er sich auch sein Rad und fahre durch den Wald. „Jeder sollte seinen eigenen Weg finden, sich eine Freude zu machen.“ sagt Krebs.

Georg Moritz

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Martina Schaefer

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