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Ausschnitte aus dem Ballettstück „Der Kuss“ verzaubern das Pforzheimer Publikum im CongressCentrum – und lassen Gustav Klimts Meisterwerk lebendig werden. © Ketterl
Ausschnitte aus dem Ballettstück „Der Kuss“ verzaubern das Pforzheimer Publikum im CongressCentrum – und lassen Gustav Klimts Meisterwerk lebendig werden. Ketterl
14.05.2017

Ein Spektakel mit Strahlkraft: Zweite Jubiläumsgala steht ganz im Zeichen Pforzheims

Was war vorher? Und was wird hinterher passieren? Diese Frage haben sich nicht nur diejenigen gestellt, die die 250-jährige Geschichte der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie vom Ursprung bis in die Zukunft für die Eröffnungsgala im CCP umgesetzt haben. Sei es in Bild und Ton wie das Künstlerkollektiv „Xenorama“ oder mit Schmuck- und Modekreationen bei der Fashionshow der Designer um Jasmina Jovy und Monika Markert.

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Auch Guido Makowitz hat es mit dem Ballettstück „Der Kuss“ geschafft, das Vorher und das Hinterher zu beleuchten. Angelehnt an das weltberühmte Werk des Malers Gustav Klimt, erweckten die Tänzer der Ballettcompagnie des Pforzheimer Theaters am zweiten Gala-Abend am Samstag die Momentaufnahme zum Leben. Zeigten, welche Emotionen in dem goldenen Bild stecken. Und das mal in sanften Bewegungen, mal durch temporeiche Szenen. Untermalt wurde der Ausschnitt aus dem Ballettstück mit Kompositionen von Sven Helbig. Zwischendrin: Stille.

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Die Zuschauer sitzen regungslos auf ihren Plätzen, Kameras lösen aus, auf der Bühne sind behutsame Schritte, das Atmen der Tänzer zu hören. „Der Kuss“ wird lebendig – auch im mit Liebe zum Detail gestalteten Bühnenbild. Die Künstler von „Xenorama“ haben das Motiv der Augen hergenommen, die dem Publikum immer wieder zuzwinkern. Am Ende tauchen die Tänzer auf der Leinwand auf und verschmelzen so mit dem berühmten Gemälde.

Fulminante Eröffnungsgala 250 Jahre Goldstadt Innovation

Pforzheim wurde ganz offenbar „wachgeküsst“ – so hatte es Gesamtkoordinator Gerhard Baral unlängst in einem Interview mit der „Goldschmiede Zeitung“ formuliert, die sich dem Jubiläum auf 150 Seiten einer Sonderausgabe widmet. „Ich habe das Gefühl, dass allmählich nach außen durchsickert, dass Pforzheim so viel mehr zu bieten hat“, freut sich Peter Freudenthaler, Sänger bei „Fools Garden“ und einer der Jubiläumsbotschafter. Er muss es wissen, schließlich ist der Musiker in der ganzen Welt unterwegs.

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Nach der Show ist er am Samstagabend im Foyer anzutreffen und schwärmt: „Das hatte Weltniveau.“ Vor Kurzem habe er eine Aufführung im Bolschoi-Theater in Moskau besucht. „Da fehlt nicht mehr viel.“ Beeindruckt ist auch Uwe Staib, Präsident des Bundesverbands Schmuck und Uhren: „Die Gala hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen – und das bundesweit.“ Ein solches Spektakel habe er nicht erwartet. „Es wird schwer sein, so etwas zu wiederholen.“ Besonders freue ihn, dass zum Ausdruck kam, was alles in Pforzheim steckt. Welche Industriezweige aus der Schmuck- und Uhrenindustrie hervorgegangen sind. „Das wissen auch viele Pforzheimer nicht“, so Staib. Da hatten bei der öffentlichen Messe bereits 400 Gäste Einblick bekommen in die geballte Pforzheimer Kompetenz – erlebbar gemacht von 34 Ausstellern im Foyer.

Fotos für den guten Zweck

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Überhaupt ist es an diesem Abend ein anderes Publikum. Das bemerkt auch das Fotografenkollektiv, das zugunsten der PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ Bilder vor der Sponsorenwand schießt. „Promis haben so etwas dann doch täglich“, so Jens Alemann, während sich im Hintergrund gerade Dietlinde Hess vom Bürgerverein Dillweißenstein mit Eugen Ruhl ablichten lässt. „Heute ist der Pforzheimer Abend“, so Baral mit Blick auf das Programm. Tags darauf wird er sich im Stadtgarten mit den Technikern für die „Goldenen Momente“ im Juli besprechen. Schließlich hat das Jubiläum gerade erst richtig begonnen.

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