760_0900_119220_Praemierung_Malwettbewerb_Wildpark_01.jpg
Kunstvolle Liebeserklärungen an die Anlage im Hagenschieß und deren Bewohner: Wildpark-Chef Carsten Schwarz, Clemens Alexander (2), Jonathan (10) und Marlene (7) Hartlieb, Jennifer Mauch vom Wildpark-Team, die für Emma Schwarz (6) die Urkunde entgegennahm, und Organisatorin Stefanie Paprotka vom Förderverein (von links).  Foto: Meyer 

Ein Wildpark wie im Bilderbuch: Malwettbewerb hilft Kindern über die Auszeit hinweg

Pforzheim. Jonathan Hartlieb (10) hat einen Luchs im Bild gebannt, weil der „so schöne Ohren“ hat. Die seien aber auch ganz schön schwer zu malen, betont der Wildpark-Fan aus Pforzheim im PZ-Gespräch. Er ist einer von drei Preisträgern des Malwettbewerbs, den der Förderverein kurz vor dem Ende jener Phase initiiert hatte, die für Kinder wie Jonathan eine besonders bittere war.

Die vorübergehende Schließung der Anlage im Hagenschieß während der harten Corona-Phase war ein herber Einschnitt. Kinder sollten deshalb jene tierischen Lieblinge malen, die sie besonders vermissten. Und so wurden Wisent, Frischlinge oder Hochlandrind kreativ verewigt, aber auch der Waschbär, den Jonathans Schwester Marlene (7) auswählte, „weil der Schwanz so schöne Streifen hat“. Auch sie erhielt wie alle rund 20 Teilnehmer eine Anerkennung. Urkunden vergab Organisatorin Stefanie Paprotka am Freitag eben an Jonathan, der in der Altersstufe 9 bis 12 Jahre siegte, sowie in Abwesenheit an die sechsjährige Pforzheimerin Emma Schwarz (Stufe 5 bis 8) und an Clemens Alexander Soukup (bis vier Jahre) aus Büchenbronn, der im zarten Alter von zwei Jahren eine ausgesprochen kunstvolle Glitzerfunkel-Eule gestaltet hat.

Familie Soukup ist oft und gern im Wildpark, auch und gerade jetzt, da noch Einschränkungen gelten. Man fühle sich an der frischen Luft sicher, es gebe schöne Spielplätze für Kinder jedes Alters, die beim Füttern in direkten Kontakt mit Tieren kämen, sagte Alexandra Soukup. Wie Johanna Hartlieb berichtete, seien Jonathan und Marlene fast an jedem Wochenende mit den Junior-Rangers unterwegs. Deshalb sei die Pause „eine schwere Zeit“ gewesen. Der Wettbewerb habe für ihre Kinder „einen echten Lichtblick“ bedeutet: „Sie hatten wieder ein Lächeln im Gesicht.“ Wildpark-Chef Carsten Schwarz, der alle Teilnehmer an der Siegerehrung mit auf eine Führung nahm, überlegt noch, wie und wo die Werke ausgestellt werden könnten. Denn das Ewald-Steinle-Haus ist coronabedingt noch geschlossen.

Claudius Erb

Claudius Erb

Zur Autorenseite