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56 Nester hat das Schwalbenhaus, dass die Stadt Pforzheim auf dem Gelände des Wertstoffhofes in Huchenfeld aufgestellt hat.
Schwalbenhaus © Stadt Pforzheim
18.01.2012

Ein Zuhause für die Glücksboten der Lüfte: Erstes Schwalbenhaus im Kreis Pforzheim aufgestellt

Pforzheim. Sie wurden einst als Glücksboten geschätzt, vertilgen Unmengen lästiger Insekten und haben es doch immer schwerer, in unseren Gefilden zu überleben: Immer seltener sind Schwalben in Pforzheim und dem Enzkreis zu beobachten. Um den Bestand der Vögel zu sichern, hat die Stadt Pforzheim nun mit Landesmitteln das erste Schwalbenhaus im Stadtkreis errichtet.

56 Nester für Mehlschwalben bietet das etwa fünf Meter hohe Häuschen, dass auf dem Gelände des Wertstoffhofes in Huchenfeld für Mehlschwalben eingerichtet wurde. Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, kann die Quartiersnot der Tiere in der Region dadurch erheblich gemildert werden. Der Standort befinde sich geschützt, nahe zu bestehenden Nistplätzen und zu landwirtschaftlichen Betrieben. Die Besiedlung werde hier vermutlich sehr leicht erfolgen.

Huchenfeld ist für Schwalben, die sogar auf der Vorwarnliste der Roten Liste der bedrohten Brutvögel stehen, traditionell ein beliebter Ort. So gibt es auch landwirtschaftliche Betriebe und „Pferdepensionen“, bei denen die Vögel Baumaterial und Insektennahrung finden können. Mehlschwalben-Kolonien sind unter anderem im südlichen Huchenfeld bekannt. Doch vor allem aufgrund der Versiegelung der Landschaft - betonierte Wege ersetzen die grüne Natur - und der Modernisierung von Gebäuden haben sie in ganz Mitteleuropa immer weniger Möglichkeiten, ihre bewundernswerten Nestbauten anzubringen.

Die Anschaffung und das Aufstellen des Schwalbenhauses wurde zu 100 Prozent durch Landesmittel aus dem Naturschutz gefördert. Kosten für die Stadt Pforzheim oder die Ortsverwaltung sind dabei nach städtischen Angaben nicht entstanden. pm/sw